Bitcoin und Steuern


Kryptowährungen und die Steuer

Die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung bei Kryptowährungen wie Bitcoin besteht regelmäßig u.a. dann, wenn neben Einkünften aus nicht selbstständiger Arbeit und Kapitalvermögen wie Zinsen oder Dividenden – welche einer Quellensteuer unterliegen – weitere Einkünfte erzielt werden. Diese Einkünfte können dabei u.a. durch Trading mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen erzielt werden. Im Gegensatz zu Erträgen aus dem herkömmlichen Finanzsektor von deutschen Broker und Banken, welche die zu zahlende Steuer berechnen und abführen, müssen Gewinne aus Kryptowährungen selbständig in der Steuererklärung offengelegt werden.

Steuerhinterziehung bei Nichtangabe von Gewinnen aus Kryptowährungen wie Bitcoin?

Falsch- oder Nichtangaben von Gewinnen durch Kryptowährungen wie Bitcoin können zu einer Steuerverkürzung bzw. Steuerhinterziehung führen. Der aktuellen Rechtsprechung nach liegt ein besonders schwerer Fall der Steuerhinterziehung schon ab einer Steuerverkürzung in Höhe von 50.000 Euro vor (BGH, 27.10.2015 – 1 StR 373/15). Die Strafverfolgungsfrist und Festsetzungsfrist der Steuerhinterziehung liegt bei von fünf bzw. zehn Jahren. Dies birgt für den Steuerpflichtigen darüber hinaus das Risiko, noch innerhalb eines sehr langen Zeitraums nachträglich für Vergehen belangt zu werden.

Deshalb ist es essentiell die Gewinne aus Veräußerungen von Kryptowährungen wie Bitcoin, Ether, Dash und anderen Coins gegenüber dem Finanzamt zu erklären. Unerlässlich ist hierbei, die Herkunft und Zusammensetzung der Gewinne transparent, lückenlos und sauber dokumentiert dem jeweiligen Wohnsitzfinanzamt offenzulegen, denn nur durch eine vollständige Aufdeckung aller Sachverhalte ist geeignet um steuerstrafrechtliche Risiken auszuschließen. Wurden durch Bitcoins oder anderen Coins steuerpflichtige Gewinne erzielt, sollte der Investor diese Dokumentationen bei möglichen Rückfragen des Finanzamtes aufbereitet vorliegen haben haben.

Die Erklärung der Steuer für die Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin wird in der Anlage SO der Steuererklärung angegeben. Wie hoch die Steuer für Veräußerungsgewinne aus Bitcoin-Transaktionen ist, findet ihr hier. Die Verpflichtung zur Abgabe einer Steuererklärung unterliegt in Deutschland bestimmten Fristen welche in der Abgabenordnung geregelt sind. Die Frist für den Veranlagungszeitraum 2017 endet grundsätzlich am 31.05.2018. Diese kann jedoch unter Angabe einer Begründung verlängert werden. Ein beispielhafter Grund wäre das Fehlen von Dokumentationsunterlagen für die Berechnung der Gewinne aus den jeweiligen Kryptowährungen. Wurden Bitcoins oder andere Kryptowährungen ohne Auflistung der einzelnen Transaktionsdaten getauscht, kann das Finanzamt um eine Verlängerung der Frist für die Steuererklärung gebeten werden. Falls die Erklärung mit Hilfe eines Steuerberaters erstellt wird, verlängert sich die Frist automatisch auf den 31.12.2018.

Einordnung von Kryptowährungen wie Bitcoin in das bestehende Steuerrecht

Basierend auf diversen Antwortschreiben des Bundesministeriums für Finanzen ist der aktuelle status quo, dass Bitcoin und sämtliche Kryptowährungen steuerlich private Wirtschaftsgüter darstellen und somit im Gegensatz zu herkömmlichen Finanzinvestitionen nicht der Kapitalertragsteuer unterliegen. Veräußerungs- und Tauschgeschäfte von Bitcoins etc. sind demnach pauschal unter Paragraph 23 Einkommensteuergesetz (EStG) als private Veräußerungsgeschäfte (PVG) einzuordnen. Diese wurde inzwischen einstimmig durch die Fachliteratur, die sich ausgiebig mit der steuerlichen Behandlung von Bitcoin beschäftigte, bestätigt. Demnach besteht derzeit zumindest für den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin Klarheit über die steuerlichen Behandlung.

Wie die o.g. Ausführungen zeigen, sind die Steuerfolgen abhängig von der steuerlichen Klassifizierung des Investitionsobjekts. Da Bitcoins und auch anderen Kryptowährungen bisher nicht als herkömmliche Finanzinstrumente i.S.d. § 20 EStG definiert werden können, erfolgt eine Subsumierung als privates Wirtschaftsgut unter dem subsidiären § 23 EStG der die PVG regelt. Von den PVG ausgenommen sind Gegenstände des alltäglichen Gebrauchs, diese können kein steuerpflichtiges Veräußerungsgeschäft darstellen. Alltägliche Gegenstände werden im deutschen Steuergesetz dahingehend definiert, dass diese kein Wertsteigerungspotential besitzen, und somit meist günstiger verkauft als angeschafft werden. Durch die Ausnahmeregelung will der Gesetzgeber verhindern, dass Privatpersonen durch alltägliche Gegenstände Verluste generieren, welche gegen Gewinne aufgerechnet werden könnten. Da Bitcoin und zunehmend auch andere Coins vor allem wegen ihrem extremen Wertsteigerungspotential als Anlageklasse immer beliebter wurden und keinen durch wirtschaftlicher Abnutzung bedingten Wertverlust unterliegen, scheidet für Bitcoin etc. eine Klassifikation als Gegenstand des alltäglichen Gebrauchs regelmäßig aus.

Demnach können Veräußerungsgeschäfte von Bitcoins zu einem steuerpflichtigen Gewinn führen. Hierbei ist ein Tausch zwischen Kryptowährungen oder anderen privaten Wirtschaftsgütern einer Veräußerung gleichgestellt. Tauschgeschäfte zwischen z.B. Bitcoin und Ether können somit auch steuerpflichtige Gewinne erzeugen.

Grundlagen der Besteuerung von Bitcoin innerhalb der privaten Veräußerungsgeschäfte

Ein PVG kann bei Wirtschaftsgütern wie Bitcoin nur dann vorliegen, wenn die Dauer zwischen dem Anschaffungsvorgang des Bitcoins und der Veräußerung weniger als ein Jahr beträgt (sog. Spekulations- oder Haltefrist). Wurde die Spekulationsfrist überschritten, wurde der Bitcoin also länger als ein Jahr gehalten, kann der private Investor etwaige Veräußerungsgewinne steuerfrei verkaufen.
Wurden jedoch außerhalb der Haltefrist beim Tausch mit Kryptowährungen wie Bitcoin Verluste erzielt, können diese systematisch nicht berücksichtigt werden, da kein PVG mehr vorliegt. Eine frühzeitige Realisierung der Verluste kann somit im Einzelfall steuerlich sinnvoll sein. Dies kann vor allem dann günstig sein, wenn Bitcoins im Vergleich mit dem derzeitigen Kurswert teuer eingekauft wurden. Diese Verlustrealisierung des Bitcoin kann somit den Gewinn mindern.

Freigrenze bei Gewinnen aus Bitcoin und anderen Kryptowährungen

Im Rahmen der PVG steht dem Steuerpflichtigen eine Freigrenze von 600 EUR pro Kalenderjahr zu. Es sei hierbei zu beachten, dass es sich nicht um einen Freibetrag handelt, d.h. wenn die Einkünfte i.S.d. § 23 EStG größer oder gleich 600 EUR sind, werden alle Einkünfte, auch die unterhalb der Freigrenze liegenden, steuerpflichtig. Die Gewinne aus Bitcoin etc. dürfen demnach maximal bei 599,99 EUR pro Kalenderjahr liegen. Bei zusammen veranlagten Ehegatten steht jedem die Freigrenze nur für die eigenen Einkünfte zu. Es ist jedoch möglich, die Gewinnen und Verluste aus Kryptowährungen wie Bitcoin ehegattenübergreifend zu berechnen. Die Freigrenze gilt außerdem nicht nur für einzelne Veräußerungsgewinne. Die Gewinne aus Veräußerungen einzelner Coins wie Bitcoin, Ether etc. und anderen Einkunftsmöglichkeiten des § 23 EStG sind innerhalb eines Kalenderjahres zu addieren. Detaillierte Information über die Haltefrist findet ihr hier.

Steuerliche Berücksichtigung von Verlusten bei Kryptowährungen wie Bitcoin

Falls in einem Kalenderjahr innerhalb des § 23 EStG Verluste bei Verkäufen mit Bitcoins generiert werden, können diese nur mit Gewinnen derselben Einkunftsart ausgeglichen werden. Wurden z.B. Bitcoin mit Verlust und Gewinn innerhalb der Spekulationsfrist verkauft, kann der Verlust den Gewinn und somit die Steuerlast mindern. Eine Verrechnung der Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen mit anderen Einkunftsarten, z.B. nicht selbstständiger Arbeit oder Einkünften aus Kapitalvermögen etc. ist nicht möglich. Die Verluste die Investoren bei Bitcoin-Geschäften generieren, können jedoch innerhalb des § 23 EStG  gemäß § 10d Abs. 1 Satz 5 EStG zeitlich vor- oder zurückgetragen werden, d.h. Verluste können historische und zukünftige Gewinne mindern. Eine zeitliche Begrenzung besteht beim sog. Verlustrücktrag auf das vorangegangene Jahr. Ein Verlustvortrag kann hingegen unbegrenzt in der Zukunft genutzt werden. Mehr über die steuerliche Behandlung von Verlusten könnt ihr hier lesen.

Durch diese Grundlagen der Besteuerung von PVG können die meisten Fragen zur Besteuerung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen einfach beantwortet werden. Die verbreitete Auffassung, dass nur der Rückumtausch von Bitcoin etc. in gesetzliche Zahlungsmittel steuerbar ist, konnte somit auch revidiert und richtiggestellt werden. Zusammenfassend können folgende Transaktionen steuerpflichtige Vorgänge auslösen:

Der Tausch von:

    • Gesetzlicher Währung in Bitcoin
    • Coin in Coin (z.B. Bitcoin in Ether)
    • Bitcoin in Dienstleistung
    • Bitcoin in Wirtschaftsgut
    • Bitcoin in gesetzliche Währung

Bitcoin – FiFo oder LiFo


Welche Bewertungsverfahren bei Bitcoin angewendet werden dürfen

Der Verkauf von Kryptowährungen stellt innerhalb der Spekulationsfrist gemäß des § 23 EStG ein privates Veräußerungsgeschäft dar. Um den Veräußerungsgewinn zu berechnen, muss der Veräußerungspreis abzüglich der Anschaffungskosten und der Werbungskosten berücksichtigt werden. Da jedoch innerhalb eines Depots – bei unterschiedlichen Ankaufszeitpunkten – nicht genau bestimmt werden kann, welcher Coin mit zugehörigen Anschaffungskosten verkauft wird, stellt sich die Frage, welche Berechnungsmethode verwendet werden soll.

Grundsätzlich wird im § 23 EStG aufgrund fehlender Vorschriften (Ausnahme Fremdwährungen) hinsichtlich der Verbrauchsfolgeverfahren die Einzelbewertung vorgezogen. Dies macht vor allem bei Grundstücken und Gebäuden Sinn, da dort der Investor genau weiß, welches Wirtschaftsgut er gerade verkauft.

Bei Kryptowährungen wie Bitcoin ist dies jedoch nicht der Fall. Werden Bitcoins sukzessive über einen längeren Zeitraum angeschafft und veräußert, muss hilfsweise eine Verbrauchsreihenfolge den verkauften Coin bestimmen.

Fifo bei Kryptowährungen wie Bitcoin

Die Berechnungsmethode FiFo (First in First Out) unterstellt, dass die zuerst angeschafften Coins zuerst veräußert wurden. Es gilt hierbei zu beachten, dass bei einem Veräußerungsvorgang innerhalb eines Jahres immer die am frühesten erworbenen Coins als Bewertungsgrundlage verwendet wird und dessen Haltefrist somit durchbrochen wird.

Die FiFo-Methode wird innerhalb des § 23 EStG für Fremdwährungsbeträge angewendet. Da auch in diesem Fall die verkauften Devisen nicht genau zugeordnet werden, hat die Finanzverwaltung die Reihenfolge gesetzlich festgelegt.

Auch in unserem Tool wird die FiFo-Methode verwendet, da nach unseren bisherigen Erfahrungen mit Finanzämtern und Steuerberatern die FiFo-Methode auf allen Seiten geduldet und den anderen Bewertungsverfahren vorgezogen wird.

Eine allgemeine FiFo-Pflicht für Kryptowährungen wie Bitcoin besteht jedoch innerhalb der privaten Veräußerungsgeschäfte nicht. Die Bewertungsreihenfolge FiFo ist nur für Fremdwährungen vorgeschrieben. Da Bitcoin und andere Kryptowährungen diesen aber durchaus ähnlich sind, ist eine analoge Verwendung sinnvoll und zu empfehlen.

Lifo bei Kryptowährungen wie Bitcoin

Bei Lifo (Last in Last out) wird davon ausgegangen, dass die zuletzt angeschafften Coins zuerst veräußert wurden. Da grundsätzlich kein Gesetz FiFo für Kryptowährungen wie Bitcoin vorschreibt, versuchen sich viele Investoren an Berechnungen über die günstigste Berechnungsmethode. Für manche Nutzer wird an dieser Stelle Lifo die vorerst bessere Alternative darstellen. Da jedoch unserer Einschätzung nach Lifo von den Finanzämtern regelmäßig nicht akzeptiert wird, nutzen wir in unserer Softwarelösung durchgehend die FiFo-Methode. Erstellte Steuerreports mit einer unzulässigen Bewertungsreihenfolge werden so verhindert. Zudem ist es bei analoger Betrachtung des Handelsgesetzbuches vorgesehen, dass der Steuerpflichtige eine Verbrauchsreihenfolge stringent verwendet. Sich für das einzelne Kalenderjahr die günstigste Alternative zu berechnen ist somit nicht möglich.

Andere Bewertungsverfahren

Neben der Fifo- und Lifo-Methode gibt es im deutschen Handels- und Steuerecht noch weitere Berechnungsmethoden. Beispiele hierfür wäre die Durchschnittspreismethode, die HiFo-Methode (Highest in First Out), die LiFo-Methode (Lowest in First Out) etc. Diese Methoden werden jedoch unserer Erfahrung nach von der Finanzverwaltung nicht akzeptiert und sind somit nicht für Kryptowährungen anzuwenden.

FiFo – Für jedes Depot einzeln oder übergreifend

Da von einigen Softwarelösungen und frei zugänglichen Reporting-Apps eine depotübergreifende Lösung angeboten wird, hat sich diese irrtümliche Meinung im Internet verbreitet. Für die Berechnungsmethoden gilt der Grundsatz, dass diese für jedes einzelne Depot anzuwenden sind. Diese Logik wird im deutschen Steuerrecht auch bei anderen Finanzprodukten genutzt. Da Kryptowährungen wie Bitcoin bei verschiedenen Depots (Wallets, Exchanges etc.) getrennt voneinander gehalten werden, kann auch bei einem Verkauf keine Vermischung der einzelnen Bestände erfolgen. Diese Betrachtung jedes einzelnen Depots für das Verbrauchsfolgeverfahren FiFo wird auch in der Softwarelösung durchgehend angewendet.

Bitcoin steuerfrei veräußern


Bitcoin steuerfrei veräußern – Die Haltefrist im § 23 EStG

Den meisten Investoren von Bitcoin und anderen Coins ist mittlerweile bewusst, dass nach der Haltefrist von einem Jahr keine Steuern auf etwaige Gewinne bezahlt werden müssen. Der Grund liegt darin, dass nach einem Jahr kein privates Veräußerungsgeschäft (PVG) mehr vorliegt. Ein PVG wird i.S.d. § 23 Einkommensteuergesetz (EStG) folgend definiert: ,,Veräußerungsgeschäfte bei anderen Wirtschaftsgütern, bei denen der Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung nicht mehr als ein Jahr beträgt.“ Da bei Überschreiten der Haltefrist von einem Jahr die Tatbestandsmerkmale der PVG gemäß § 23 EStG nicht mehr zutreffend sind, sind etwaige Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen steuerfrei. Eine steuerfreie Veräußerung von Bitcoin ist in diesen Kontext umgangssprachlich zwar korrekt, steuerrechtlich spricht man jedoch von nicht steuerbaren Gewinnen. Eine Steuerfreiheit der Bitcoin-Gewinne kann nämlich nur vorliegen, wenn es sich um steuerbare Vorgänge handelt. Um die Lesbarkeit des Textes zu verbessern wird jedoch weiterhin steuerfrei verwendet.

Entscheidet das Finanzamt über die Steuerfreiheit?

Immer häufiger wird in den sozialen Medien und in Krypto-Foren darüber diskutiert, dass nicht der Steuerpflichtige, sondern das Finanzamt darüber entscheidet, ob etwaige Gewinne aus Bitcoin etc. steuerfrei zu behandeln sind. Da wie oben beschrieben, nach einem Zeitraum von einem Jahr nach Anschaffung des Bitcoins kein PVG mehr vorliegt, und somit keine Einkunftsart im deutschen Steuergesetz zutrifft, muss der Steuerpflichtige diese steuerfreien Gewinne nicht gegenüber dem Finanzamt erklären. Weiter können in der Anlage SO der Steuererklärung nur PVG und keine steuerfreien Gewinne aus Bitcoin-Transaktionen angegeben werden. Die Steuerfreiheit von Bitcoin und Co. wird somit vom Gesetz und nicht vom Finanzamt oder vom Steuerpflichtigen entschieden. Wichtig ist in diesem Kontext, alle möglichen Informationen über die Herkunft des steuerfreien Coins aufzuzeichnen. Bei größeren Summen kann es durchaus vorkommen, dass das Finanzamt die Herkunft und Nachweise für etwaige steuerfreie Gewinne sehen will. Genaue Dokumentationen über das Datum der Anschaffung sowie Veräußerung beweisen dann im Zweifel die Steuerfreiheit.

Schädliche Transaktionen in Bezug auf die Steuerfreiheit

Um Bitcoin etc. steuerfrei veräußern zu können, darf während der einjährigen Haltefrist keine Transaktion mit dem jeweiligen Bitcoin etc. vorgenommen werden. Ein Um- und wieder Rücktausch von z.B. Bitcoin in Ether und wieder zurück in Bitcoin lässt die Haltefrist von vorne beginnen. Die Haltefrist startet dann ab dem Zeitpunkt, ab dem der Rücktausch in Bitcoin wieder erfolgte.
Durch die Verwendung von Verbrauchsfolgeverfahre wie FiFo kann es jedoch auch passieren, dass der Steuerpflichtige unbewusst Altbestände verkauft. Wurden Bitcoins in verschiedenen Tranchen angekauft, und hält der Steuerpflichtige diese in einem Depot, werden bei einem Verkauf immer die ältesten Bitcoins in Betracht gezogen. Um die Steuerfreiheit der älteren Bitcoins trotz Tradingaktivität anderer Bitcoins zu gewährleisten, empfiehlt es sich ein eigenes Depot für Langzeit- und Tradingbestände einzurichten.

Steuerfreiheit von Bitcoin und anderen Kryptowährungen erst nach 10 Jahren?

In den sozialen Medien und andere Krypto-Foren über Bitcoin und andere Kryptowährungen wurde im Kontext der steuerlichen Behandlung immer häufiger darüber diskutiert, ob bei einer Einkünfteerzielung durch Bitcoin etc. sich die Haltefrist von einem Jahr auf zehn Jahre verlängert. Einkünfte können bei Bitcoin und anderen Kryptoassets durch viele verschiedene Möglichkeiten erzielt werden. Im Zusammenhang mit Bitcoin können Solo-Mining, Lending und Margin-Trading Einkünfte erzielen. Andere Coins wie Dash, PIVX bieten Masternodes und Proof of Stake als Möglichkeit des passiven Einkommens an. Wir haben über dieses Thema in Kooperation mit BTC-Echo einen sehr detaillierten Artikel verfasst. Zusammenfassend lässt sich aber anhand von zwei Argumenten die Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen widerlegen. Einerseits wurde die Verlängerung im Jahre 2008 im Zuge der Unternehmenssteuerreform konkret für Cointainerleasingmodelle entwickelt, und sollte Steuersparmodelle vermeiden. Weiter existiert vom Bayerischen Landesamt für Steuern eine Verfügung über die Haltefristverlängerung bei Fremdwährungen die u.E.n. analog auf die o.g. Einkünfte übertragen werden kann. In dieser Verfügung wird darauf eingegangen, dass Fremdwährungbeträge weiterhin bei der Erzielung von passivem Einkommen in Form von Zinsen nach einem Jahr steuerfrei verkauft werden können. Detaillierte Informationen über die mögliche Haltefristverlängerung findet ihr hier.

Bitcoin – Wie hoch ist die Steuer


Höhe der Steuer bei Gewinnen aus Kryptowährungen wie Bitcoin

Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin werden im deutschen Steuergesetz im Rahmen der privaten Veräußerungsgeschäfte (PVG) innerhalb des § 23 EStG versteuert. Die Höhe der Steuer ist im Gesetzsatz zu den Einkünften aus Kapitalvermögen (25% plus Solidaritätszuschlag) nicht pauschal festgelegt, sondern variiert je nach persönlicher Einkommenssituation pro Jahr.

Um die tatsächliche Steuerlast berechnen zu können, werden alle Einkünfte, die dem persönlichen Steuersatz unterliegen, addiert. In Deutschland herrscht ein progressives Steuersystem. Dies bedeutet, dass Mehrverdiener einen höheren Steuersatz zahlen müssen. Weiter ist das deutsche Steuersystem in 5 verschiedene Einkommensstufen aufgeteilt. Diese Stufen sehen für das Jahr 2017 wie folgt aus:

  1. 0 -8.820 Euro (Grundfreibetrag)
  2. 821 Euro – 13.769 EURO
  3. 13.770 Euro – 54.057 EURO
  4. 54.058 Euro – 256.303 EURO
  5. Ab 256.304 EURO

Jede Stufe unterliegt einer bestimmten Formel zur Berechnung der Einkommensteuer für den jeweiligen Bereich. Verdient ein Steuerpflichtiger z.B. 30.000 EURO pro Jahr, werden seine Einkünfte anteilig in der zweiten und dritten Stufe der Steuer unterworfen.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass keine pauschale Aussage über die individuelle Steuerbelastung von Krypto-Investoren getroffen werden kann. Gewinne aus Kryptowährungen wie Bitcoin unterliegen dem persönlichen Einkommensteuersatz, der maximal ca. 45% betragen kann.

Freigrenze bei Kryptowährungen wie Bitcoin


Privaten Veräußerungsgeschäfte wie Bitcoin-Transaktionen

Im Rahmen der privaten Veräußerungsgeschäfte, welche im § 23 EStG geregelt werden, gewährt der Gesetzgeber eine Freigrenze in Höhe von 600€. Da es in Bezug auf diese Freigrenze oft Verwechslungen gab, wird diese Freigrenze kurz erklärt und erläutert.

Freigrenze und Freibetrag

Obwohl das Wort Freigrenze und Freibetrag oft als Synonym verwendet werden, meinen sie im deutschen Steuerecht zwei verschiedene Sachverhalte. Ein sogenannter Freibetrag wird z.B. bei den Kapitaleinkünften (Sparer-Pauschbetrag) in Höhe von 801 EUR gewährt. Um das zu versteuernde Einkommen für die Kapitaleinkünfte zu berechnen, wird der Sparerpauschbetrag von den Gewinnen abgezogen. Die Differenz ergibt die Berechnungsgrundlage für die zu zahlende Steuerlast. Bei einem Freibetrag werden somit nur die Gewinne besteuert, die über dem jeweiligen Freibetrag liegen.

Beispiel Freibetrag:

Kapitaleinkünfte vor Steuern i.S.d. § 20 EStG

  • Gewinn vor Steuern = 1000 EUR

Berücksichtigung des Freibetrages

  • Berechnungsgrundlage für die Abgeltungssteuer
    • 1000 EUR – 801 EUR = 199 EUR

Eine Freigrenze hingegen, welche z.B. bei den privaten Veräußerungsgeschäften in Höhe von 600 EUR vorliegt, bildet den Betrag ab, der nicht zu versteuern ist, wenn der Betrag nicht überschritten wird. Falls die Freigrenze jedoch überschritten wird, ist der komplette Betrag, nicht wie bei einem Freibetrag der darüberliegende, zu besteuern.

Beispiel Freigrenze:

Veräußerungsgewinne vor Steuern mit Bitcoin-Transaktionen i.S.d. § 23 EStG

  • Der Gewinn beträgt:
  1. 500 EUR
  2. 1600 EUR

Berücksichtigung der Freigrenze

  1. Der Wert liegt unter 600 EUR. Somit ist der Gewinn steuerfrei.
  2. Der Wert liegt über 600 EUR. Somit sind die kompletten 1600 EUR zu versteuern.

Der Gewinn/Verlust pro Jahr berechnet sich wie folgt:

Veräußerungsgewinn/verlust = Veräußerungspreis – Anschaffungskosten – Werbungskosten

Der Gewinn/Verlust aller Transaktionen pro Jahr muss addiert werden, um den Gesamtgewinn/Verlust einer Periode berechnen zu können.

Verluste bei Kryptowährungen wie Bitcoin


Verluste bei Bitcoin steuerlich behandeln

Durch die starken Kursschwankungen bei Kryptowährungen wie Bitcoin stellt sich für private Investoren vermehrt die Frage, wie Verluste steuerlich zu behandeln sind. Grundsätzlich gilt bei Verlusten, dass diese erst eine steuerliche Relevanz erreichen können, wenn diese realisiert wurden. Dies bedeutet, dass reine Kursverluste keine steuerliche Auswirkung haben. Eine Realisierung der Verluste kann durch einen Tausch in eine andere Kryptowährung, in FIAT-Geld oder in andere Wirtschaftsgüter vollzogen werden. Der Verlust wird dabei wie folgt berechnet:

Verlustverrechnung nach der Jahresfrist:

Bei Gewinnen aus Kryptowährungen wie Bitcoin sind diese bei Überschreitung der Haltefrist von einem Jahr steuerfrei zu behandeln. Dies hat den Hintergrund, dass Veräußerungsgeschäfte von Bitcoins nach einem Jahr kein privates Veräußerungsgeschäft (PVG) gemäß § 23 EStG darstellen. Dies führt dazu, dass Verkäufe von Kryptowährungen die länger als ein Jahr gehalten wurden nicht steuerbar sind. Werden Kryptowährungen nach einem Jahr mit Verlusten verkauft, stellt der Tausch folgend auch kein PVG i.S.d. § 23 EStG dar. Dies hat zur Folge, dass die Verluste, die außerhalb der Spekulationsfrist realisiert wurden, steuerlich nicht berücksichtigt werden können. Eine frühzeitige Realisierung der Verluste kann somit im Einzelfall steuerlich günstig sein, wenn davon ausgegangen werden kann, dass sich der Kurs der jeweiligen Kryptowährung nicht mehr erholen wird.

Verrechnung der Gewinne mit Verlusten

Realisiert der Steuerpflichtige Verluste mit Kryptowährungen wie Bitcoin, kann er dadurch anderweitige Gewinne aus PVG i.S.d. § 23 EStG ausgleichen. Die Verlustverrechnung ist dabei nur innerhalb des § 23 EStG möglich. Erzielt der Steuerpflichtige noch anderweitige Einkünfte durch ein Angestelltenverhältnis, Kapitalvermögen etc., können Verluste aus Kryptowährungen wie Bitcoin die dort anfallenden Einkünfte oder Gewinne nicht mindern. Der Verlustausgleich ist jedoch innerhalb des § 23 EStG nicht nur auf Kryptowährungen wie Bitcoin beschränkt. Grundsätzlich können sich alle PVG gegenseitig steuerlich ausgleichen. Weitere PVG sind zum Beispiel:

  • Der private Verkauf von Immobilien
  • Der Verkauf von Oldtimern
  • Der Verkauf von Kunstgegenständen
  • Der Verkauf von Fremdwährungen etc.

Werden also mit Fremdwährungen etc. Gewinne und mit Kryptowährungen wie Bitcoin Verluste erzielt, kann eine Verrechnung erfolgen.

Verluste bei Kryptowährungen wie Bitcoin vor- oder zurücktragen

Werden Verluste in einem Kalenderjahr innerhalb der Spekulationsfrist realisiert, können neben dem Verlustausgleich in der selben Periode die Verluste vor- oder zurückgetragen werden. Der Verlustrücktrag ist dabei auf das vorangegangene Jahr der Verlustrealisierung beschränkt. Ein Verlustvortrag kann hingegen unbeschränkt in der Zukunft genutzt werden.

Bitcoin und die Umsatzsteuer


Umsatzsteuer bei Bitcoin?

Bereits im Jahre 2015 wurde durch den Europäischen Gerichtshof (EuGH) entschieden, dass virtuelle Währungen wie Bitcoin umsatzsteuerlich den gesetzlichen Zahlungsmitteln gleichgestellt sind und nicht der Umsatzsteuer unterliegen. Durch eine Entscheidung des Bonner Finanzamtes über einen Bitcoin-Trader kamen jedoch vermehrt Debatten auf, ob die Entscheidung des EuGHs in Bezug auf die Umsatzsteuerbefreiung von Bitcoin in Deutschland revidiert werden könnte. Das Bundesministerium für Finanzen (BMF) hat am 27.02.2018 ein Schreiben verfasst, welches die umsatzsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen virtuellen Währungen klärt. Folgend sind die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

Unterliegen Transaktionen mit Bitcoin der Umsatzsteuer

Werden virtuelle Währungen wie Bitcoin mit Fiat-Geld an- oder verkauft, handelt es sich nach dem deutschen Umsatzsteuerrecht um eine steuerbare Leistung. Steuerbare Leistungen werden im Umsatzsteuerecht noch weiter unterteilt. Es lässt sich in steuerpflichtige und steuerfreie Leistungen einteilen. Der Umtausch von Bitcoin in Fiat-Währungen und umgekehrt stellt eine steuerfreie Leistung dar.

Bitcoin als Zahlungsmittel und die Umsatzsteuer

Werden Bitcoins oder andere Kryptowährungen als Zahlungsmittel genutzt, sind diese nicht steuerbar. Dies bedeutet, dass die Verwendung virtueller Währungen wie Bitcoin zur Entgeltentrichtung nicht der Umsatzsteuer unterliegen.

Mining und die Umsatzsteuer

Viele Kryptowährungen wie Bitcoins unterliegen dem Proof of Work Verfahren, sie müssen durch Rechenleistung erzeugt werden. Miner erhalten zurzeit bei der größten Kryptowährung Bitcoin pro gefundenen Block 12,5 Bitcoin-Einheiten. Das BMF hat in diesem Zusammenhang entschieden, dass diese Rechenleistung nicht steuerbare Umsätze sind und somit nicht der Umsatzsteuer unterliegen.

Umsatzsteuerpflicht bei Wallets und Exchanges

Das Betreiben von Wallets und Exchanges für Kryptowährungen wie Bitcoin kann zu einer Umsatzsteuerpflicht führen. Betreiber sollten sich jedoch in diesem Fall steuerlich beraten lassen. Wir vermitteln an ausgewählte Rechts- und Steuerexperten im Bereich von Kryptowährungen. Anfragen bitte unter: contact@cryptotax.io

Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre


Kryptowährungen und die 10 Jahresfrist

Da mit Kryptowährungen wie Bitcoin neben Gewinnen aus Veräußerungsgeschäften auch passives Einkommen erzielt werden kann, haben sich viele Investoren ausgiebig mit den steuerlichen Konsequenzen solcher Tätigkeiten (Proof of StakeMiningMasternodesForks etc.) auseinandergesetzt. Dabei wurde in diesem Zusammenhang oft darüber diskutiert, ob bei einer Einkünfteerzielung durch Kryptowährungen in Form von Staking etc. sich die Haltefrist auf 10 Jahre verlängert. Bei einer Haltefristverlängerung auf 10 Jahre würde sich zumindest in Deutschland das Interesse auf o.g. Tätigkeiten deutlich verringern, da potentielle steuerfreie Gewinne in dem derzeit noch sehr volatilen Markt nicht planbar wären.

Hintergrund dieser Diskussion ist der in § 23 Abs. 1 Satz 1 Nr. 2 Satz 4 EStG genannte Gesetzeswortlaut: „Bei Wirtschaftsgütern im Sinne von Satz 1, aus deren Nutzung als Einkunftsquelle zumindest in einem Kalenderjahr Einkünfte erzielt werden, erhöht sich der Zeitraum auf zehn Jahre.“ Bei reiner Betrachtung des Gesetzestextes lässt der Wortlaut kaum Spielraum für Interpretation. Deshalb werden folgend die Entstehung und Urteile zu jener Haltefristverlängerung genauer betrachtet.

Ursprung der Haltefristverlängerung ist das Unternehmensteuerreformgesetz aus dem Jahre 2008. Die Einführung sollte Steuersparmodelle – sog. Containerleasingmodellen – verhindern, bei denen neben Einkünften aus einer Vermietungstätigkeit steuerfreie Veräußerungen von Containern zu attraktiven Investitionsanlagen wurden.

Bei diesen Steuersparmodellen wurden von großen Gesellschaften Container angekauft und an verschiedene Parteien vermietet. Investoren hatten die Möglichkeit diese Container zu kaufen, und Verwaltungsverträge sowie gesicherte Mieten und Rückkaufswerte abzuschließen. Vorteilhaft war für die Investoren, dass sie sich nicht um die Verwaltung sowie um den Verkaufsprozess kümmern mussten. Käufer der Container erzielten durch die Vermietungstätigkeit Einnahmen aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG. Da Container einer Abnutzung unterliegen, wurden die Mieteinahmen um die sog. Absetzung für Abnutzung (AfA) gemindert. Die Höhe der Abschreibung wird gemäß § 7 Abs. 1 Satz 1 und 2 EStG durch die gewöhnliche Nutzungsdauer eines Wirtschaftsgutes bestimmt. Im Falle der vermieteten Container beläuft sich die Nutzungsdauer auf 10 Jahre. Die jährlichen Mieteinkünfte wurden somit durch die pauschale AfA i.H.v. 10 % der Anschaffungskosten des Containers verringert. Da die tatsächliche jährliche Abnutzung jedoch regelmäßig nicht den vorgeschrieben 10% entsprach, lag der vereinbarte Rückkaufswert erheblich über dem steuerlichen Buchwert.

Diese Diskrepanz zwischen steuerlichem Buch- und tatsächlichen Marktwert wurde jedoch spätestens bei Veräußerung im Rahmen eines privaten Veräußerungsgeschäftes i.S.d. § 23 EStG durch jeweilige Anpassungen der Anschaffungskosten berücksichtigt. Da jedoch vor der Einführung der Haltefristverlängerung Gewinne aus solchen Steuersparmodellen nach einem Jahr steuerfrei waren, wurde die enorme Differenz zwischen Buch- und Marktwert trotz Berücksichtigung bei den Mieteinahmen bei der Veräußerung nicht besteuert. Um dem entgegenzuwirken wurde die Haltefrist für derartige Investitions- und Steuersparmodellen auf 10 Jahre angehoben. Die teleologische Normauslegung (Sinn und Zweck der Norm) des Gesetzes macht somit deutlich, dass die Haltefristverlängerung nicht sinnwahrend auf Kryptowährungen wie Bitcoin oder Dash übertragbar ist.

Weiterhin existiert ein Schreiben des bayrischen Landesamtes für Steuern für Fremdwährungen in Bezug auf eine mögliche Haltefristverlängerung. Dieses Schreiben zeigt, dass auch Abweichungen neben der grammatikalischen Auslegung des Gesetzestextes möglich sind, und andere Auffassungen vertreten werden können. Konkret bezieht sich das Schreiben auf die Haltefristverlängerung bei einer Festanlage von Fremdwährungen und daraus resultierenden Zinsen. Fraglich war in diesem Zusammenhang, ob die Zinsen der Geldanlage Einkünfte i.S.d. § 23 Abs. 1 Nr. 2 S. 4 EStG darstellen, und somit eine Haltefristverlängerung begründen könnten. Der Bundesfinanzhof (BFH) hatte sich in diesem Fall gegen eine Verlängerung der Haltefrist entschieden.

Der Grund lag darin, dass die erhaltenen Zinsen der Festgeldanlage nicht aus dem Wirtschaftsgut Fremdwährung, sondern vielmehr aus der auf Fremdwährung lautenden Kapitalforderung stammen. Auch Kryptowährungen wie Bitcoin können als selbstständiges Wirtschaftsgut definiert werden. Vergütungen auf Basis von Kryptowährungen wie bei Bitcoin-Mining der Block-Reward stellen Entgelt für die zur Verfügung gestellten Leistungen dar. Auch bei Masternodes werden die erhaltenen Zahlungen auch nicht durch die Sicherheitseinlage i.H.v. 1000 Dash-Coins begründet. Vielmehr wird die Bereitstellung von Leistungen i.S.v. anonymen Transaktionen etc. vergütet. Analog gilt es auch für andere Einkunftsarten wie Staking etc. Aufgrund dessen ist es auch bei Kryptowährungen wie Bitcoin möglich, das Wirtschaftsgut und die Vergütungen voneinander getrennt zu betrachten. Die Zuflüsse des Steuerpflichtigen stellen somit kein Ausfluss des Wirtschaftsgutes, i.d.S. der Kryptowährung dar, womit eine Verlängerung der Haltefrist nicht in Betracht kommt.

Es gilt jedoch zu beachten, dass die ausgeführten Argumentation noch nicht durch die Rechtsprechung bestätigt wurden. Analoge Urteile und Schreiben zeigen aber zu diesem Zeitpunkt, dass das Risiko einer Haltefristverlängerung durch die o.g. Einkunftsarten als sehr gering einzuschätzen ist. Bei signifikant hohen Investitionsbeträgen ist es jedoch aus Risikogesichtspunkten durchaus ratsam eine rechtsverbindliche Auskunft gemäß § 89 AO vor Beginn der Tätigkeit einzuholen.

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Masternode und die Steuer


Was sind Knotenpunkte und Masternodes

Knotenpunkte in einem dezentralen Netzwerk wie der Bitcoin-Blockchain sind essentiell, um die Sicherheit der Transaktionen zu gewährleisten. Diese Knotenpunkte, je nach technischer Ausgestaltung Full- oder Lightnodes genannt, werden jedoch bei vielen Kryptowährungen nicht entlohnt. Durch die fehlende entgeltliche Vergütung hatte sich der Anreiz für vollwertige Knotenpunkte im Bitcoin-System verringert. Um dem entgegenzuwirken wurde im Jahre 2015 durch private Investoren ein Incentivierungsprogramm ins Leben gerufen, mit der Zielsetzung den Anreiz zum Betrieb eines vollwertigen Bitcoin-Knotenpunktes zu erhöhen. Die Entlohnung sollte dabei durch Spendengelder in Form von Bitcoin-Einheiten entrichtet werden. Dieser Versuch konnte jedoch in der Bitcoin-Community keinen Erfolg hinsichtlich der Anreizerhöhung aufweisen.
Diesen unvergüteten Knotenpunkten stehen einige Kryptowährungen wie DASH oder PIVX entgegen, die systemgesteuert bestimmten Netzwerkknoten eine Vergütung ausbezahlen. Diese vollwertigen Netzwerkknoten werden dort Masternodes genannt. Sie erfüllen in den jeweiligen Systemen wichtige Aufgaben:

  • Private Send (anonyme Transaktionen)
  • Instant Send (sofortige Bestätigung der Transaktion)
  • Coin-Mixing
  • Teilnahme an der Politik des Coins durch Stimmrechte (pro Masternode meist ein Stimmrecht)

Folgende Voraussetzungen gelten für den Betrieb einer Masternode:

  • Bestimmte Anzahl von Coins (z.B. bei Dash 1000-Einheiten)
  • Durchgängige Verbindung zum Server
  • Genügend Speicherplatz für eine dauerhafte Synchronisation mit der Blockchain

Masternodes – Gewerbliche Einkünfte?

Der Betrieb einer Masternode ist bei näherer Betrachtung durchaus mit einer Miningtätigkeit vergleichbar. Da regelmäßiges Mining nach einer offiziellen Stellungnahme den gewerblichen Einkünften zugeordnet wurde, muss dies auch für Masternodes geprüft werden.

Die Einkünfte aus Gewerbebetrieb fordern gemäß § 15 Abs. 2 Einkommensteuergesetz (EStG) vier positive Tatbestandsmerkmale:

  1. Gewinnerzielungsabsicht
  2. Nachhaltige Betätigung
  3. Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr
  4. Selbständigkeit

Außerdem kann mit Hilfe drei weiterer negativer Abgrenzungsmerkmale die Tätigkeit von den Einkünften aus Gewerbebetrieb abgegrenzt werden:

  1. Abgrenzung gegenüber der privaten Vermögensverwaltung
  2. Abgrenzung gegenüber der selbstständigen Arbeit i.S.d. § 18 EStG
  3. Abgrenzung gegenüber Land- und Forstwirtschaft i.S.d. § 13 EStG

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Zusammenfassend kann die Gewerblichkeit somit aufgrund fehlender Tatbestandsmerkmale – falls das Gesamtbild der Verhältnisse nicht dagegenspricht – abgegrenzt werden. Weiter überschreitet der Betrieb einer Masternode regelmäßig nicht die private Vermögensverwaltung.

Erhaltene Zahlungen aus dem Betrieb einer Masternode versteuern 

Da das Betreiben einer Masternode Erträge in Form der jeweiligen Kryptowährungen erzielt, stellt sich die Frage, ob und wie diese zu versteuern sind. Aufgrund der zinsähnlichen Eigenschaft wäre eine Subsumierung innerhalb der Kapitaleinkünfte i.S.d. § 20 EStG naheliegend. Die Einordnung scheitert jedoch aufgrund der vorgeschriebenen Legaldefinitionen:

Masternode Steuern

Da keine Einkünfte aus Kapitalvermögen vorliegen, könnte der Auffangtatbestand § 22 Nr. 3 EStG der sonstigen Leistungen zutreffend sein. Dafür müssten jedoch die Tatbestandsmerkmale einer sonstigen Leistung erfüllt sein. Eine solche Leistung wird in Literatur und Rechtsprechung als jedes Tun, Unterlassen oder Dulden beschrieben, dass eine Gegenleistung begründet.  Obwohl außer der einmaligen Einlage (z.B. DASH 1000 Coins) keine aktive Handlung des Investors vorzunehmen ist, werden durch den Betrieb einer Masternode Funktionen zur Verfügung gestellt. Diese Leistungen werden durch die Netzwerkteilnehmer in Anspruch genommen, und durch einen Anteil am Block-Reward vergütet. Angesichts der Tatsache, dass der Steuerpflichtige die Einkünfte nicht durch das Bereitstellen der Einlage generiert, sondern für die zu leistende Bereitstellung von Funktionalitäten, sollten die Tatbestandsmerkmale des § 22 Nr. 3 EStG u.E. regelmäßig beim Betrieb einer Masternode erfüllt sein.

Innerhalb des § 22 Nr. 3 EStG wird wie bei den privaten Veräußerungsgeschäften eine Freigrenze gewährt. Diese beträgt bei den sonstigen Leistungen 256 EUR pro Kalenderjahr. Eine detaillierte Erklärung über die Freigrenzen im deutschen Steuerecht findet ihr hier. Zu beachten sei im Kontext der Freigrenze außerdem noch, dass sich nach der herrschenden Meinung mehrere Einkunftsarten (z.B. Proof of Stake) unter den Auffangtatbestand des § 22 Nr. 3 EStG subsumieren lassen. Diese Einkünfte sind in Bezug auf die Freigrenze zu addieren. 

Verkauf der Coins aus dem Betrieb einer Masternode steuerpflichtig?

Durch Stellungnahmen des Bundesministeriums der Finanzen sowie durch einschlägige Literatur über die steuerliche Behandlung von Kryptowährungen wurde verdeutlicht, dass Bitcoins und andere Kryptowährungen private Wirtschaftsgüter i.S.d. § 23 EStG darstellen können. Werden diese Coins verkauft, könnte ein privates Veräußerungsgeschäft vorliegend sein. Hierfür müssten jedoch die entsprechenden Tatbestandsmerkmale zutreffend sein. Das Gesetz fordert in diesem Kontext einen entgeltlichen Anschaffungsvorgang. Coins die der Steuerpflichtige durch den Betrieb einer Masternode erhält, wurden jedoch durch seine sonstige Leistung i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG erstellt und somit nicht entgeltlich angeschafft. Da somit die Legaldefinition der privaten Veräußerungsgeschäfte nicht erfüllt ist, sollten Verkäufe und damit verbundene Gewinne von Kryptowährungen aus dem Betrieb einer Masternode kein privates Veräußerungsgeschäft und damit steuerneutral zu behandeln sein. Zu beachten sei jedoch auch, dass etwaige Kursverluste, die durch die Veräußerung von Kryptowährungen realisiert werden, die aus einer Masternode-Tätigkeit entsprungen sind, folgerichtig ebenfalls steuerlich unberücksichtigt bleiben.

Verlängerung der Haltefrist auf 10 Jahre bei dem Betrieb einer Masternode?

Im Zusammenhang mit Einkünften aus Kryptowährungen wie dem Betrieb einer Masternode wurde immer häufiger darüber diskutiert, ob sich dabei die Haltefrist auf 10 Jahre verlängern könnte. Wo die Verlängerung der Haltefrist herkommt, und ob diese auch beim Betrieb einer Masternode anzuwenden ist, findet ihr hier.

Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik findet ihr zudem in unserem Blog-Artikel „Masternodes: Was sind die wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Auswirkungen?

Forks und die Steuer


Was sind Forks?

Die meisten Kryptowährungen wie Bitcoin stellen Open-Source Projekte dar. Diese Eigenschaft ermöglicht es, den Code des jeweiligen Coins zu kopieren, resp. zu ,,Forken“ um die Kryptowährung um Funktionen zu erweitern und verbessern. Durch diesen Prozess besteht für die Community die Möglichkeit, sich aktiv an der Entwicklung des Projektes zu beteiligen oder ein eigenes Projekt auf der (modifizierten) Code-Ausgangsbasis zu starten. Ein prominentes Beispiel für einen Fork ist die Kryptowährung DASH, welche einen Fork der Bitcoin-Blockchain darstellt.

Forks werden in Soft- und Hard Forks unterteilt. Soft Forks sind rückwärtskompatibel, d.h. es ist nicht zwingend notwendig, dass alle Nodes ein Update durchführen, denn die neue und alte Software können koexistieren. Hard Forks sind hingegen ausschließlich vorwärtskompatibel. Die Blockchain wird am Punkt der Veränderung gespalten und zwei Chains desselben Ursprungs entstehen. So entstand am 01.08.2018 aus der Kryptowährung Bitcoin aufgrund der Skalierungsdebatte Bitcoin Cash. Diese Abspaltung aus der Bitcoin-Blockchain stellte einen Hard Fork dar.

Hard Forks wie Bitcoin Cash – Vorliegen einer Schenkung?

Fraglich ist in diesem Zusammenhang, ob die Entstehung einer neueren Kryptowährung wie Bitcoin-Cash einen erbschaft- bzw. schenkungsteuerrechtlich relevanten Vorgang darstellt. Im Kontext des deutschen Steuergesetztes könnte jedoch nur eine Schenkung unter Lebenden gemäß § 7 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG in Frage kommen. Das Tatbestandsmerkmal erfordert hierfür eine Vermögensmehrung mit einer korrespondierenden Vermögensminderung des Schenkers. Da bei einem Fork wie Bitcoin-Cash kein Zuwendender identifiziert werden kann, ist ein Fork steuerlich nicht als Schenkung zu definieren.

Hard Forks wie Bitcoin Cash – Steuerpflichtiger Ertrag?

Grundsätzlich wurden Kryptowährungen wie Bitcoin durch das Bundesministerium der Finanzen als private Wirtschaftsgüter gemäß § 23 EStG definiert. Durch diese Einordnung scheidet eine Besteuerung der Forks wie Bitcoin-Cash als Kapitalertrag i.S.d. § 20 EStG aus.

Naheliegend ist im Kontext der Besteuerung von Forks auch eine Einordnung als Einkünfte aus sonstigen Leistungen gemäß § 22 Nr. 3 EStG. Eine „sonstige Leistung“ wird in der Literatur und Rechtsprechung als jedes Tun, Unterlassen oder Dulden beschrieben, welches eine Gegenleistung begründet. Da der Zufluss neuer Coins wie Bitcoin-Cash ohne aktive Handlung des Steuerpflichtigen erfolgen, sind die Tatbestandsvorrausetzungen der Einkünfte aus sonstigen Leistungen gemäß § 22 Nr. 3 EStG nicht erfüllt.

Auch in der herkömmlichen Finanzwelt können Forks wie Bitcoin-Cash mit anderen Aufspaltungen verglichen werden. Daher ist eine steuerliche Betrachtung von Aktiensplits- oder Spin-Offs in diesen Zusammenhang sinnvoll. Je nach steuer- und gesellschaftsrechtlicher Ausgestaltung stellen hierbei die zugeflossenen Wirtschaftsgüter entweder eine Sachausschüttung oder einen steuerneutralen Vorgang dar. Bei letzterem werden die ursprünglichen Anschaffungsdaten (Einstandswert und -datum) auf die neuen Stücke übertragen bzw. aufgeteilt (sog. Fußstapfentheorie). Dadurch stellt der Gesetzgeber sicher, dass durch die Aufspaltung keine stillen Reserven aufgedeckt werden.

Da bei Hard Fork wie Bitcoin-Cash jedoch regelmäßig keine steueroptimierte bilanzielle Umstrukturierung zu Grunde liegt und eine Einordnung zu den Einkünften aus Kapitalvermögen und den Einkünften aus sonstigen Leistungen abgelehnt werden konnte, begründet ein Fork regelmäßig keinen laufenden Ertrag. Somit ist der Zufluss neuer Coins, wie der Erhalt von Bitcoin-Cash, als steuerneutral zu werten.

Hard Forks wie Bitcoin Cash – Steuerpflichtige Veräußerung?

Eine Besteuerung von neuen Coins durch Hards Forks wie Bitcoin-Cash innerhalb der Ertragssphäre konnte zwar ausgeschlossen werden, eine mögliche Veräußerung könnte jedoch noch zu einem steuerpflichtigen Gewinn führen. Bei der Berechnung der Veräußerungsgewinn stellt sich die Frage, welche Anschaffungsdaten für den neu entstandenen Coin wie Bitcoin-Cash verwendet werden sollen. In diesem Kontext gilt es zu unterscheiden, ob Forks als anteilige Veräußerung des Ursprungsassets oder als steuerneutrale Aufspaltungsvorgänge anzusehen sind. Eine wirtschaftliche Untersuchungen in unserem Artikel über die steuerliche Behandlung von Forks hat ergeben, dass Hard Forks zwar durchaus ein gesteigertes Erfolgspotential aufweisen können, jedoch apriorisch erfolgsneutral verlaufen, da die vorhandenen Ressourcen bei der Spaltung aufgeteilt werden. Hard Forks sollten daher keinen Veräußerungstatbestand verwirklichen womit die sog. Fußstapfentheorie zur Anwendung kommt.

Mit Hilfe der Fußstapfentheorie wird das Anschaffungsdatum des Ursprungsassets auf die neuen Coins übertragen. Dies ist vor allem in Bezug auf die einjährige Spekulationsfrist von Vorteil, da so die neu erhaltenen Wirtschaftsgüter zeitgleich mit den ursprünglichen Coins steuerfrei verkauft werden können.

Die Anschaffungskosten werden bei Aktiensplits- oder Spin-Offs nach Maßgabe des Bundesministeriums für Finanzen gemäß dem Austauschverhältnis aufgeteilt. In der Regel ist das Verhältnis bei Hard Forks wie bei Bitcoin Cash 1:1. Durch die Eigenschaft als Open-Source Projekt ist die Aufteilung der Anschaffungskosten für Kryptowährungen aus Hard Forks wie Bitcoin Cash jedoch nur bedingt praktikabel. Sinnvoller wäre in diesem Zusammenhang die Verteilung nach dem gemeinen Wert gemäß § 9 BewG resp. dem Marktwert. Zum einen spiegeln die Marktwerte die ökonomisch sinnvollste Verteilungsbasis wider und zum anderen wären Forks ohne wirtschaftlichen Gehalt von einer Anschaffungskostenaufteilung ausgenommen.

Nach Ermittlung von Anschaffungsdatum und -kosten lässt sich bei einem Verkauf von Hard Fork-Coins wie Bitcoin-Cash die steuerliche Würdigung anhand der bereits bekannten Regelungen des § 23 EStG vornehmen. Diese findet ihr hier.

Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik findet ihr zudem in unserem Blog-Artikel „Soft und Hard Forks: Was sind die wirtschaftlichen und steuerrechtlichen Auswirkungen?

Proof of Stake und die Steuer


Proof of Stake (PoS) und die steuerlichen Auswirkungen

Was ist Proof of Stake

Da es im Zusammenhang mit der medialen Berichterstattung über Bitcoin und andere Kryptowährungen immer wieder häufiger negative Kommentare über den hohen Energieverbrauch von Proof of Work (PoW) basierten Kryptowährungen gab, hat sich in der letzten Zeit der Konsensalgorithmus Proof of Stake (PoS) in den Vordergrund gedrängt.

Im Gegensatz zu Proof of Work, welcher auch bei Bitcoin Anwendung findet, wird bei Proof of Stake keine Rechenleistung benötigt, um Transaktionen zu legitimieren und zu überprüfen. Nutzer müssen bei Proof of Stake basierten Kryptowährungen einen unbestimmten Teil ihrer Coins der Verfügungsmacht entziehen, und dem Netzwerk als Sicherheit bereitstellen. Die Sicherheit des Netzwerkes wird dahingehend sichergestellt, indem regelwidriges Verhalten mit dem Verlust der Sicherheitsleistung (Coins) einhergeht. Die Wahrscheinlichkeit der Blockfindung, und somit der entgeltlichen Belohnung des Stakers berechnet sich aus der Anzahl der zur Verfügung gestellten Coins mit Hinzunahme anderer Faktoren wie der zufälligen Blockauswahl oder der Berücksichtigung des Alters des jeweiligen gehaltenen Coins.

Proof of Work und Proof of Stake haben somit eine einheitliche Zielsetzung, der Prozess zur Entlohnung sowie das ökonomische Gerüst unterscheiden sich jedoch erheblich.

Steuerliche Behandlung von Proof of Stake

Die steuerliche Behandlung von Einkünften durch Proof of Stake ist auf nationaler Ebene noch nicht abschließend geklärt. Vor allem die mögliche Gewerblichkeit wirft bei vielen Nutzern Fragen auf. Weiter muss die Ertragssphäre, der Zufluss der erhaltenen Zahlungen, sowie der Verkauf dieser Kryptowährungen steuerlich gewürdigt werden. 

Einkünfte aus Proof of Stake gewerblich?

Wie oben beschrieben, ist Proof of Stake dem Konsensalgorithmus Proof of Work zumindest in der Zielsetzung ähnlich. Proof of Work wurde auf Anfrage beim Deutschen Bundestag bei regelmäßiger Ausführung den gewerblichen Einkünften nach § 15 Einkommensteuergesetz (EStG) zugeordnet.

Gewerbliche Einkünfte müssen in Deutschland nach § 15 Abs. 2 EStG folgende positive Tatbestandsmerkmale kumulativ erfüllen:

  1. Gewinnerzielungsabsicht
  2. Nachhaltige Betätigung
  3. Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr
  4. Selbstständigkeit

Neben den o.g. Merkmalen gibt es drei weitere negative Abgrenzungstatbestände, die eine Gewerblichkeit abgrenzen können:

  1. Abgrenzung gegenüber der privaten Vermögensverwaltung
  2. Abgrenzung gegenüber der selbstständigen Arbeit gemäß § 18 EStG
  3. Abgrenzung gegenüber Land- und Forstwirtschaft i.S.v. § 13 EStG

Das Schaubild zeigt, ob die einzelnen Tatbestände bei Proof of Stake erfüllt sind. Genaue Argumentationen und Ausführungen über die einzelnen Merkmale findet ihr in unserem wissenschaftlichen Artikel über die Besteuerung von Proof of Stake.

Zusammenfassend lässt sich also festhalten, dass Proof of Stake in der Regel keinen Gewerbebetrieb begründen sollte. Ob die Gewerblichkeit bei anderen Einkunftsarten wie Masternodes vorliegt, könnt ihr hier lesen.

Erhaltene Zahlungen aus Proof of Stake versteuern

Erhaltene Zahlungen bei der Proof of Stake Konsensfindung lassen sich in den Block-Reward sowie die anteiligen Transaktionskosten aufteilen. Da der Steuerpflichtige durch eine Einlage der Sicherheitsleistung Zahlungen erhält, liegt die Vermutung nahe, dass Einkünfte aus Kapitalvermögen vorliegen. Die möglichen Einkünfte aus Kapitalvermögen sind in § 2o Abs. 1, 2 und 3 EStG abschließend aufgeführt. Erträge, die der Steuerpflichtige bei Kryptowährungen durch Proof of Stake erhält, können im Rahmen des § 20 EStG mangels Tatbestandsmerkmalen- oder Voraussetzungen jedoch nicht steuerbar werden.

Durch die Abgrenzung der Einkünfte aus Proof of Stake zu den Kapitaleinkünften könnte die Besteuerung durch den Auffangtatbestand der Einkünfte aus sonstigen Leistungen gemäß § 22 Nr. 3 EStG erfolgen. In diesen Kontext wird eine Leistung als jedes Tun, Unterlassen oder Dulden beschrieben, dass eine Gegenleistung begründet. Der Steuerpflichtige muss diese Gegenleistung konkret auslösen. Da sich der Steuerpflichtige durch die Teilnahme am Konsensprozess aktiv beteiligt, gilt die erhaltene Gegenleistung durch ihn ausgelöst.

Somit können die Erträge, die der Steuerpflichtige durch Proof of Stake basierte Kryptowährungen erhält, als Einkünfte aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG beschrieben werden. Der Gewinn berechnet sich in diesem Fall durch den Überschuss der Einnahmen über die Werbungskosten. § 22 Nr. 3 EStG besitzt weiter eine Freigrenze (keinen Freibetrag) von 256 € pro Kalenderjahr. Was sonst noch bei den Einkünften aus sonstigen Leistungen zu beachten ist, findet ihr hier:

Verkauf der gestakten Coins steuerpflichtig?

Wie oben beschrieben, ist der Erhalt von Coins durch den Algorithmus Proof of Stake im Rahmen der sonstigen Einkünfte zu besteuern. Neben den erhaltenen Zahlungen kann der Steuerpflichtige jedoch auch beim Verkauf der jeweiligen Gewinne oder Verluste erwirtschaften.

Grundsätzlich sind Kryptowährungen durch die Literatur und Schreiben der zuständigen Behörden als Wirtschaftsgüter einzustufen. Ein Verkauf der Kryptowährungen kann ein privates Veräußerungsgeschäft i.S.d. § 23 EStG auslösen.
Ob ein privates Veräußerungsgeschäft jedoch in diesem Fall vorliegt, bedarf allerdings weitergehender Voraussetzungen. Das Gesetz fordert in diesem Zusammenhang, dass das jeweilige veräußerte Wirtschaftsgut, in diesem Fall die gestakte Kryptowährung zuvor entgeltlich angeschafft wurde. Da die gestakten Coins jedoch durch eigene Leistung erzeugt und somit nicht entgeltlich erworben wurden, kann kein privates Veräußerungsgeschäft i.S.d. § 23 EStG vorliegen. Kursgewinne, die der Steuerpflichtige durch den Verkauf der erhaltenen Kryptowährungen realisiert, sind somit nicht steuerbar. Zu beachten sei jedoch auch, dass etwaige Kursverluste, die durch die Veräußerung von Coins realisiert werden, die ursprünglich aus einer Stakingtätigkeit zugeflossen sind, folgerichtig ebenfalls steuerlich unberücksichtigt bleiben.

Eine wissenschaftliche Aufarbeitung der Thematik findet ihr zudem in unserem Blog-Artikel „Proof of Stake (PoS): Was sind die steuerrechtlichen Auswirkungen?

Mining und die Steuer


Mining und die steuerlichen Auswirkungen

Was ist Mining:

Mining beschreibt bei Kryptowährungen wie Bitcoin den Prozess, der zur Verarbeitung, Sicherung und Synchronisierung von Transaktionen verwendet wird. Miner stellen dafür dem System Rechenleistung zur Verfügung. Da diese Rechenleistung aufgrund des hohen Stromverbrauchs sehr kostenaufwendig ist, werden die Miner durch den sogenannten Mining-Reward (bei Bitcoin derzeit 12,5 Einheiten + anteilige Transaktionskosten) entlohnt. Die Belohnung tritt jedoch nur in dem Falle ein, wenn ein Miner die Transaktionen erfolgreich verarbeiten kann, resp. die versendeten und empfangenen Coins in den Block bündeln kann, der später an die Blockchain gekettet wird. Hintergrund einer erfolgreichen Blockfindung sind hierbei komplizierte mathematische Prozesse, die zur Lösung viel Rechenleistung benötigen.

Unterschiedliche Mining-Formen

Solo-Mining:

Solo Mining wird meistens von großen Unternehmen oder Mining-Farmen betrieben. Diese sind gleichzeitig Eigentümer der zu verwendeten Hardware. Sie sind vollständiger Teilnehmer des Krypto-Netzwerkes und agieren weder in einem Pool noch cloudbasiert. Auch Einzelpersonen können Solo-Mining betreiben, die Erfolgsrate ist hier jedoch gering, da eine ertragsbringende Hardware für Privatpersonen in den meisten Fällen nicht wirtschaftlich ist.

Pool-Mining:

Pool-basierte Miner schließen sich aufgrund der abnehmenden Wahrscheinlichkeit einer Blockfindung zu einem Mining-Pool zusammen. Hierbei besitzen die Miner die Hardware selbst und bündeln ihre Rechenleistung, um dabei die Chance der Auszahlung durch das Netzwerk zu erhöhen.

Cloud-Mining:

Durch Cloud-Mining wurde es nun auch ermöglicht, Mining ohne Hardware vor Ort zu betreiben. Die benötigte Rechenleistung wird je nach Geschäftsmodell gekauft oder gemietet, wobei meist nur die Kryptowährung und die Höhe der Hashrate bestimmt werden kann. Falls Veränderung des Netzwerkes auftreten, die eine Umgestaltung der Hardware verlangt, ist der Cloud-Miner hierbei nicht in der Lage, seine gekaufte oder gemietete Hardware anzupassen. Vielen Cloud-Mining-Anbietern werden betrügerische Tätigkeiten vorgeworfen, da die im Vorhinein versprochene Rendite oft nicht annähernd erreicht wird.

Steuerliche Behandlung von Mining:

Mining und die Gewerblichkeit:

Falls das Mining für den Steuerpflichtigen als gewerbliche Einkunftsart i.S.d. § 15 EStG eingeordnet wird, hat dies folgende steuerliche Konsequenzen:

  • Anmeldung bei dem zuständigen Gewerbeamt nach § 14 Abs. 1 S. 1 Gewerbeordnung (GewO)
  • Bei natürlichen Personen und Personengesellschaften Zahlung von Gewerbesteuer falls der Freibetrag in Höhe von 24.500 EUR überschritten wird
  • Derivative (§ 140 AO i.V.m. §§ 238 und 241a HGB) oder originäre (§ 141 AO) Buchführungspflicht

Damit Einnahmen aus einer Mining-Tätigkeit als Einkünfte aus Gewerbebetrieb gemäß § 15 EStG definiert werden können, müssen folgende vier positiven Tatbestandsmerkmale kumulativ erfüllt sein:

  • Gewinnerzielungsabsicht
  • Nachhaltige Betätigung
  • Teilnahme am allgemeinen wirtschaftlichen Verkehr
  • Selbständigkeit

Solo-Mining:

Falls der Steuerpflichtige gewinnbringendes Solo-Mining betreibt, kann davon ausgegangen werden, dass er gewerbliche Einkünfte erzielt. Dies hat auch ein Antwortschreiben des parlamentarischen Staatssekretärs Dr. Michael Meister vom 29. Dezember 2017 klargestellt.

Pool-Mining:

Wird vom steuerpflichtigen Pool-Mining betrieben, können je nach Ausgestaltung der Tätigkeit entweder Einkünfte aus Gewerbebetrieb (§ 15 EStG), oder aus Leistungen (§ 22 Nr. 3 EStG) vorliegen. Im Zweifel ist bei dieser Mining-Form das Gesamtbild der Verhältnisse entscheidend. Wichtig ist in diesem Kontext, sich steuerlich von einem Experten beraten zu lassen, um steuerliche Konsequenzen planen zu können. Wir vermitteln erfahrene Steuerberater im Bereich von Kryptowährungen. Anfragen bitte unter Premium Service.

Cloud-Mining:

Da Cloud-Mining meist den Anforderungen eines Gewerbetriebs aufgrund fehlender Tatbestandsmerkmale nicht gerecht werden kann, werden in den meisten Fällen Einkünfte aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG vorliegen. Eine Gewinnerzielungsabsicht kann aufgrund der vielen unseriösen Angeboten in vielen Fällen abgelehnt werden. Weiterhin kann der Steuerpflichtige bei vielen Cloud-Mining Angeboten die verwendete Hardware nicht konkret steuern, da er bei Veränderungen des Netzwerkes keinen direkten Zugriff auf die Hardware hat. Eine Veränderung der Einstellungen, oder ein Wechsel der Hardware auf eine andere Kryptowährung ist somit nicht möglich.

Gewerbliches Trading


Wann kann Trading gewerblich werden?

In Foren und sozialen Medien wurde immer häufiger darüber diskutiert, ob Trading mit Bitcoin und anderen Kryptowährungen aufgrund eines hohen Volumens oder einer großen Anzahl an Transaktionen zu gewerblichen Trading führen könnte. Dies hätte zur Folge, dass der Steuerpflichtige seine Coins nicht mehr nach einem Jahr steuerfrei veräußern könnte, denn im Rahmen der gewerblichen Einkünfte existiert keine Haltefrist. Weiter müsste eine Gewerbeanmeldung bei dem zuständigen Wohnfinanzamt vollzogen werden. Ab einen jährlichen Gewinn von 24.500 € (Freigrenze nur für Privatpersonen und Personengesellschaften) muss außerdem noch Gewerbesteuer bezahlt werden.

Das es für Kryptowährungen noch kein entscheidendes Urteil oder Schreiben gibt, wann das Trading von Bitcoin und anderen Kryptowährungen gewerblich einzustufen ist, wird die aktuelle Rechtsprechung über den Wertpapierhandel und Fremdwährungsgeschäfte analog für digitale Wirtschaftsgüter wie Bitcoin verwendet.

Um von gewerblichen Einkünften sprechen zu können, müsste der Rahmen der privaten Vermögensverwaltung überschritten werden. Um diese Sphäre zu verlassen, und somit Einkünfte aus Gewerbebetrieb zu erzielen, müsste der Steuerpflichtige wie ein Händler auftreten. Mehrere Urteile durch den Bundesfinanzhof (BFH) zeigen dabei deutlich, dass ein hohes Volumen sowie eine häufige Umschichtung jedoch nicht ausreichen, um den Trader als gewerblich einzustufen. Um dem Markt als Händler gegenüberzutreten, müsste der Steuerpflichtige dem Leitbild eines Wertpapierunternehmens entsprechen, und auf fremde Rechnung handeln. Da das Handeln auf fremden Rechnung durch das Kreditwesengesetz eine Lizenz der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) erfordert, sollte dies für die meisten Steuerpflichtigen regelmäßig nicht vorliegend sein. In diesem Kontext wird aber deutlich, dass der Handel mit Kryptowährungen für Freunde und Bekannte, sprich auf fremde Rechnung problematisch werden könnte. Mehr darüber erfahrt ihr hier. Weiter hat der BFH entschieden, dass es unschädlich ist, wenn der Steuerpflichtige seine Geschäfte durch Kredite finanziert und nicht ausschließlich mit eigenem Geld handelt.

Zusammenfassend lassen sich folgende Merkmale definieren, die unschädlich für Einkünften gemäß § 15 Einkommenssteuergesetz sind:

Unschädliche Merkmale beim Trading mit Kryptowährungen wie Bitcoin:

  • Handel auf eigene Rechnung
  • Handelsübliche Büroausstattung
  • Vielzahl an Transaktionen
  • Hohes Umsatzvolumen
  • Fremdfinanzierter Handel

Schädliche Merkmale beim Trading mit Kryptowährungen wie Bitcoin

  • Handel auf fremde Rechnung
  • Kaufmännische Organisation
  • Gesamtbild der Verhältnisse entspricht dem eines Wertpapierunternehmens oder eines Finanzunternehmens

Gewerblichkeitstest bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen

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Einkünfte aus Leistungen – § 22 Nr. 3 EStG


§ 22 Nr. 3 EStG im deutschen Steuerrecht

Die Einkünfte aus Leistungen i.S.d. § 22 Nr. 3 EStG beschreiben einen Auffangtatbestand im deutschen Steuergesetz. Dies bedeutet, dass dieser nur subsidiär, wenn keine andere Einkunftsart vorliegt, zur Anwendung kommt. Vor allem im Kontext von Kryptowährungen, unter der Annahme, dass kein Gewerbebetrieb vorliegt, sind einige Einkunftsmöglichkeiten dort einzuordnen:

  • Einkünfte aus Proof of Stake
  • Einkünfte aus hobbymäßigem Mining
  • Einkünfte aus dem Betrieb einer Masternode etc.

Eine Leistung wird im Gesetz und der Literatur als jedes Tun, Lassen oder Dulden beschrieben, welches eine Gegenleistung begründet. Da durch die o.g. Tätigkeiten Leistungen für das Netzwerk i.S.v. Transaktionsbestätigungen, Blockfindungen etc. erbracht werden, sind die daraus resultierenden Erträge in Form von Kryptowährungen gemäß § 22 Nr. 3 EStG steuerbar.

Freigrenze bei Einkünften aus Leistungen

Der Gesetzgeber gewährt dem Steuerpflichtigen innerhalb des § 22 Nr. 3 EStG eine Freigrenze in Höhe von 256 EUR pro Kalenderjahr. Die Einkünfte aller Tätigkeiten innerhalb des § 22 Nr. 3 EStG müssen für eine Berücksichtigung der Freigrenze dabei einheitlich betrachtet werden (Einnahmen abzüglich Werbungskosten). Was eine Freigrenze ist, und wie sich diese von einem Freibetrag unterscheidet, findet ihr hier.

Ermittlung der Einkünfte

Die Einkünfte aus Leistungen ermitteln sich durch:

Einkünfte aus Leistungen = Einnahmen – Werbungskosten

Einnahmen

Die Einnahmen beschreiben die erhaltenen Erträge aus den o.g. Tätigkeiten. Diese treten dort meist in Form von Block-Rewards oder Transaktionskosten auf. Die Einnahmen sind nach Maßgabe des § 11 EStG-  Zufluss- und Abflussprinzips – dem Kalenderjahr zuzuordnen, in dem sie zugeflossen sind. Um den Wert der erhaltenen Erträge berechnen zu können, müssen diese tagesaktuell in EURO umgerechnet werden. Wir verwenden in unserem Tool den Open Kurs der jeweiligen Kryptowährung. Dieses Verfahren wird auch von der Finanzverwaltung verwendet und akzeptiert.

Werbungskosten

Werbungskosten werden im § 9 EStG als Aufwendungen beschrieben, die zur Erwerbung, Sicherung und Erhaltung der Einnahmen dienen.
Im Zusammenhang mit den o.g. Tätigkeiten könnten dies folgende Aufwendungen darstellen:

  • Servermiete
  • Stromkosten
  • Internetkosten
  • Absetzung für Abnutzung (AfA) für die technischen Geräte wie Computer/Graphikkarten etc.

Steuerberater bei Bitcoin


Steuerberater – Vermittlung an ausgewählte Steuerexperten

Der Komplexität der steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen wie Bitcoin bedingt, sollten einzelne Fälle mit Rechts- und Steuerexperten im Bereich digitaler Wirtschaftsgüter besprochen werden. Vor allem beim Mining und dem Betrieb einer Masternode sind steuerliche Fallstricke in Bezug auf eine mögliche Gewerblichkeit zu beachten. Weiterhin sind im Rahmen von Initial Coin Offerings (ICOs) sowohl für die ausgebende Partei, als auch für den Investor steuerliche Optimierungen von hoher Relevanz. Eine frühzeitige Beratung kann somit in einigen Fällen sehr sinnvoll sein.

CryptoTax hat es sich deshalb zur Aufgabe gemacht, Nutzer an erfahrene Experten vermitteln zu können. Unsere Kooperationspartner weisen langjährige Erfahrung im Bereich der steuerlichen Behandlung von Blockchain-basierten Wirtschaftsgütern wie Bitcoin auf.

Anfragen für Vermittlungen bitte hier anfragen.

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