Partnerschaft mit CoinMarketCap sichert weiterhin höchste Datenqualität bei CryptoTax Steuerlösungen

Partnerschaft mit CoinMarketCap sichert weiterhin höchste Datenqualität bei CryptoTax Steuerlösungen

Für eine akkurate Ermittlung steuerlicher und handelsrechtlicher Berechnungsgrößen ist eine verlässliche Datenbasis unverzichtbar. Wir haben daher früh erkannt, dass unsere Kursdatenbank, als wesentlicher Bestandteil unserer Softwarelösungen, eine entscheidende Rolle zukommt. Insbesondere im Umfeld von Kryptowährungen stellt die Verfügbarkeit von qualitativem Datenmaterial und seriösen Datenanbietern eine schwierige Herausforderung für sämtliche Daten-getriebene Services dar.

Umso mehr freuen wir uns bekanntgeben zu dürfen, CoinMarketCap – den weltweit führenden Datenlieferanten von Krypto-Börsendaten – als Kooperationspartner für unser Produktportfolio gewonnen zu haben. Der professionelle API Service des Datenanbieters stellt damit auch die historischen sowie tagesaktuellen Kursdaten in unserer Webapplikation cryptotax.io zur Verfügung. Hiermit können wir weiterhin sicherstellen, dass neben der von der KPMG AG zertifizieren steuerlichen Bewertung auch die quantitative Erfassung der Transaktionsdaten dem höchstmöglichen Markstandard entspricht und wir uns weiter von Kokurrenzanbietern differenzieren können.

Da es unser höchstes Ziel ist unsere Kunden rechtlich sowie ökonomisch korrekte und zertifizierte Reporting- und Trackinglösungen bereitzustellen, freuen wir uns mit CoinMarketCap einen weiteren Marktführer in seinem Spezialgebiet als Sparringpartner an Board zu haben.

„Dies ist ein weiterer wichtiger Schritt unseren Kunden dabei zu helfen compliant zu sein“

so Klaus Himmer, CEO von CryptoTax,

„Unsere Produkte zeichnen sich dadurch aus, hohe Datenqualität und rechtliche Präzision zu vereinen. Die langjährige Erfahrung von CoinMarketCap im Bereich der Krypto-Marktdaten hilft uns den fundamentalen Wert unserer Dienstleistung weiter zu verbessern.“

Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit!

Europarechtliche Implikationen Blockchain-basierter Assets

Europarechtliche Implikationen Blockchain-basierter Assets

Aufstieg der Kryptowährungen

„I think that the Internet is going to be one of the major forces for reducing the role of government. The one thing that’s missing, but that will soon be developed, is a reliable e-cash, a method whereby on the Internet you can transfer funds from A to B without A knowing B or B knowing A“

Milton Friedman, 1999

Ohne von der Existenz einer Internetwährung zu wissen, beschrieb der Ökonom Milton Friedman bereits 1999 in einem Interview mit der National Taxpayer Union / Foundation das Erfolgskonzept von Bitcoin.[1] Dieser geht auf ein sog. Whitepaper – zu Deutsch: Ideenpapier – des Verfassers Satoshi Nakamoto[2]zurück, der neben der digitalen Währung eine neue Technologie mit disruptivem Potential ins Leben rief: die Blockchain.

Durch die Benutzung einer dezentralen auf kryptografischen Grundsätzen basierenden Datenbank wird es den Benutzern des Netzwerks ermöglicht digitale Werte zu transferieren. Der dem System zu Grunde liegende Konsensalgorithmus stellt sicher, dass jede Transaktion betrugssicher und öffentlich einsehbar verarbeitet wird, ohne die Notwendigkeit eines vertrauenswürdigen Intermediäres.[3] Seit den letzten Jahren erlebt der Bitcoin und andere Blockchain-basierte Assets eine erstaunliche Wertentwicklung und mediale Aufmerksamkeit. Dies zeigt sich u.a. in der Marktkapitalisierung und der Zunahme an Google-Suchen einschlägiger Suchbegriffe:

Abbildung 1: Entwicklung der Marktkapitalisierung von Bitcoin und Altcoins in USD

Entwicklung der Marktkapitalisierung von Bitcoin und Altcoins in USD

Quelle: coin.dance/stats

Abbildung 2: Entwicklung der Beliebtheit der Google Suchanfragen für „Bitcoin“ (rot) und „Blockchain“ (blau)

ntwicklung der Beliebtheit der Google Suchanfragen für

Quelle: trends.google.de

Durch die gesteigerte Akzeptanz derartiger Alternativ-„währungen“ gewinnen diese auch in der „konventionellen“ Wirtschaft an Bedeutung als Zahlungsmittel und Kapitalanlage.[4] Gleichzeitig sind weltweit von staatlichen und institutionellen Regulatoren Warnungen und Regulierungsversuche zu vernehmen.[5] Vor dem Hintergrund dieser aktuellen Entwicklungen ist es fraglich, ob auch europarechtliche Implikationen bestehen. Finden die europäischen Grundfreiheiten insb. die Kapitalverkehrsfreiheit Anwendung? Besteht der Bedarf nach neuen Regularien auf Europaebene?

Kapitalverkehrsfreiheit

Grundlegende Überlegungen. Für eine Anwendbarkeit der Kapitalverkehrsfreiheit bedarf es der Eröffnung ihres persönliche, räumlichen sowie sachlichen Schutzbereichs. Da der persönliche und räumliche Schutzbereich unabhängig vom zu Grunde liegenden Vermögenswert ist, bleibt es vorrangig bei der Prüfung des sachlichen Schutzbereichs.[6]

Ein wichtiger räumlicher Faktor ist allerdings der fehlende geografische Anknüpfpunkt von Blockchain-basierten Assets, da es für die Anwendbarkeit der Grundfreiheiten einen grenzüberschreitenden Sachverhalt bedarf.[7] Derartige Assets werden auf Blockchains „gelagert“, dezentrale Netzwerke, welche nicht aus zentralen Servern, sondern aus vielen internationalen Knotenpunkten bestehen.[8] Somit können Anknüpfpunkte an einzelne Länder nur durch die Zuhilfenahme von ansässigen Eigentümern[9] oder Waren- und Dienstleistungsanbietern konstruiert werden.

Denkbare Fälle der Beschränkung des Kapital- oder Zahlungsverkehrs werden sich vielmehr auf staatliche regulatorische Eingriffe in den Finanzdienstleistungssektor beschränken. Diese könnten im Ergebnis zu einer Benachteiligung bzw. Behinderung von Transferströmen zwischen (Finanz)dienstleistern und / oder Kryptoeigentümern[10] in verschiedenen Ländern führen. Folglich werden europarechtlich relevante Sachverhalte nicht durch die neuartige Übertragungsform, sondern durch die neuartige Art von Vermögensgegenständen geboren.

Der Begriff des Kapitalverkehrs. Zur Eröffnung des sachlichen Schutzbereichs der Kapitalverkehrsfreiheit bedarf es einen Vorgang des Kapitalverkehrs im gemeinschaftsrechtlichen Sinne.[11] Nach Art. 1 der Richtlinie des Rates vom 24. Juni 1988 zur Durchführung von Art. 67 des Vertrages (88/361/EWG) (Kapitalverkehrsrichtlinie) stellt Anhang 1 derselben diejenigen Arten von Geschäftsvorfällen dar, die von der Kapitalverkehrsfreiheit umfasst werden.

Da Geschäfte mit „virtuellen Währungen“ nicht explizit in der Nomenklatur aufgelistet sind, wäre allenfalls eine Subsumierung unter Punkt XIII – F „Sonstiger Kapitalverkehr: Verschiedenes“ denkbar. Wichtig ist dabei die Erkenntnis, dass der Terminus „Kapital“ absichtlich nicht durch eine vertragliche Definition apriorisch eingeschränkt wurde.[12] Vielmehr ist seine Bedeutung aus einer Gesamtbetrachtung der Vertragsbestimmungen und ihrem entstehungsgeschichtlichen Hintergrund zu destillieren. Ziel der weiten Begriffsauslegung ist u.a. sein Entwicklungspotential sicherzustellen, um auch zukünftige, innovative Kapitalmarktprodukte einschließen zu können.[13] Demnach sind zur Begriffsbestimmung auch ökonomische Ansätze zu berücksichtigen.

Insbesondere die wirtschaftlichen Absichten, d.h. der wirtschaftliche Inhalt und Zweck einer Transaktion muss berücksichtigt werden.[14] Dieser Ansatz findet sich auch in der vorherrschenden rechtswissenschaftlichen Auffassung, welche eine einseitige grenzüberschreitende Wertübertragung mit Vermögensanlagecharakter als Kapitalverkehr ansieht.[15] Die Einseitigkeit der Transaktion kann dabei nicht als entscheidendes Abgrenzungskriterium zu den anderen Grundfreiheiten bestehen. Zwar mag der Glaube an eine zukünftige Renditeerzielung überwiegen, dennoch handelt es sich bei typischen Kapitalverkehrsgeschäften um synallagmatische Verträge. D.h. es findet ein Austausch von Vermögenswerten statt.[16]

Leider bestehen bis heute keine genauen Bestimmungen, was unter dem wichtigsten Merkmal, dem „Anlagecharakter“ zu verstehen ist.[17] Letztlich soll die subjektive Wahrnehmung der Vertragsparteien darüber, ob es sich um einen erwerbswirtschaftlichen Vorgang oder eine Investition handelt entscheidend sein.[18]

Nach Ohler ist Kapitalverkehr „demnach jede grenzüberschreitende Schaffung von vermögenswerten Rechten, ihre Übertragung, Belastung, Änderung oder Erfüllung sowie die grenzüberschreitende Übertragung oder Belastung von anderen Vermögensgegenständen (bewegliche und unbewegliche Sachen), sofern keiner dieser Vorgänge Teil eines Warenverkehrs- oder reinen Dienstleistungsgeschäfts oder der Arbeitnehmerfreizügigkeit bildet.“[19]

Ergänzend zu o.g. Definitionsversuch ist anzumerken, dass es durchaus zu Überschneidungen der Grundfreiheiten kommen kann. Der EuGH hat bisher keine klare Rangfolge oder eigenständige Prüfsystematik zur abstrakten Differenzierung zwischen den Grundfreiheiten geschaffen.[20]

Vor diesem Hintergrund ist fraglich, ob es sich bei Bitcoins und anderen Blockchain-basierten Assets um „Kapital“ handelt bzw. ob Geschäfte mit diesen Vermögenswerten dem Kapitalverkehr zuzuordnen sind.[21]

Eine allgemeingültige Aussage lässt sich allenfalls unter Berücksichtigung des aktuellen Entwicklungsstands dieser Vermögenswerte und ihrem tatsächlichen momentanen Einsatzgebiet treffen. Die große Mehrheit der Transaktionen dürfte zu diesem Zeitpunkt einen ausschließlich spekulativen Beweggrund haben, da das Einsatzgebiet als Zahlungsmittel sehr limitiert ist. Hinzu kommt, dass die theoretischen Vorteile ggü. herkömmlichen Zahlungsmitteln einer technischen Einstiegshürde gegenüberstehen bzw. bedingt durch den momentanen Hype sogar Nachteile darstellen.[22] Somit bleiben alleine die für eine Werterhaltung bzw. –vermehrung plädierenden Argumente, wie die deflationäre Architektur des Bitcoin-Systems.

Dementsprechend müssten bei einer isolierten Prüfung der Kapitalverkehrsfreiheit das abstrakte Tatbestandsmerkmal „Wertübertragung zur Vermögensanlage“ durchgehend zu bejahen sein. Dies gilt sowohl für Transaktionen, die einen Tausch zwischen verschiedenen „virtuellen Währungen“, als auch mit einer Fiat-Währung als Tauschgegenstand darstellen.

Dennoch kommt – bedingt durch die schwierige Einordnung der neuen Anlageobjekte – eine Anwendbarkeit der Warenverkehrsfreiheit in Frage. Gleichwohl könnte die Dienstleistungsfreiheit für zugehörige Dienstleistungen mit einschlägig sein.

Abgrenzung zur Warenverkehrsfreiheit. Um die Wareneigenschaft des Art. 28 AEUV zu erfüllen, muss es sich um einen körperlichen Gegenstand handeln, der einen Geldwert besitzt und Gegenstand von Handelsgeschäften sein kann.[23] Da Blockchain-basierte Assets auf diversen Online-Handelsplattformen in organisierten Märkten gehandelt werden, stehen letztere Tatbestandsmerkmal außer Frage. Lediglich die unkörperliche Form derartiger Vermögenswerte scheint gegen eine Warenklassifizierung zu sprechen.

Dagegen spricht seit der Warenqualifikation von Elektrizität durch den EuGH[24] vieles für eine Funktion der Körperlichkeit als lediglich unverbindliche Orientierungsgröße.[25] Hinzu kommt die Rechtsprechung zur Kapitalverkehrsfreiheit, nach welcher Geldscheine und Münzen ihre Kapitaleigenschaft mit der Disqualifikation als gesetzliches Zahlungsmittel verlieren.[26] Physische private Zahlungsmittel seien demnach ständig als Waren anzusehen.[27]

Dem entgegen steht die frühere Literaturauffassung, dass Edelmetalle u.U. eher als Kapital einzuordnen sind, da sie als Zentralbankreserve bzw. Geldsubstitut fungieren.[28] Neuere Literatur ist anderer Auffassung.[29] Hinzu kommt, dass eine Bitcoin-Analogie aufgrund fehlender Bedeutung als Devisenreserve ohnehin einer Grundlage entbehren würde. Dennoch lässt diese Einordnung von in der Regel spekulativen Edelmetallgeschäften, die Argumentation einer vordergründigen Kapitalanlageintention als entscheidendes Differenzierungskriterium ins Wanken geraten.

Demnach spricht vieles – mit Ausnahme der Immaterialität – für eine europarechtliche Einordnung Blockchain-basierter Assets als „Ware“ im Sinne des Art. 28 AEUV.[30]

Abrenzung zur Dienstleistungsfreiheit. Der Kapitalverkehr basiert oftmals auf Dienstleistungen des Finanzsektors.[31] So werden zwar einfache Transferdienstleistungen durch die Blockchain obsolet, dennoch stellen Online-Handelsplattformen wichtige Funktionalitäten zur Verfügung. Spätestens, wenn Transaktionen mit Fiat-Währungen vorgenommen werden, muss auf derartige Dienstleister zurückgegriffen werden.[32] Dem steht auch nicht die fortschreitende Dezentralisierung von Handelsbörsen entgegen,[33] da für einen Handel mit Fiat-Geld auch in Zukunft Know-your-customer Regelungen befolgt werden müssen.

Fraglich ist die Stellung der Grundfreiheiten zueinander.[34] Hierfür muss geklärt werden, inwiefern verbundene Dienstleistungen und Finanzdienstleistungen im Sinne des Art. 58 Abs. 2 AEUV vorliegen. Dienstleistungen, deren Erbringung untrennbar mit Kapitalverkehrstransaktionen verbunden sind, sollen demnach nach den Vorschriften beider Freiheiten beurteilt werden.[35]

Dies führt im Ergebnis dazu, dass Beschränkungen der Dienstleistungsfreiheit auch durch Rechtfertigungsgründe der Kapitalverkehrsfreiheit gerechtfertigt werden können.[36] Darunter fällt beispielweise die staatliche Aufsicht über die Finanzinstitute. Demnach wäre eine strenge Regulierung von Krypto-Finanzdienstleistungen zumindest aus europarechtlicher Perspektive schwierig, wenn die Auffassung vertreten wird, dass es sich bei Blockchain-basierten Assets um „Waren“ und nicht um „Kapital“ handelt.

Fazit. Zusammenfassend kann festgestellt werden:

Neue Anwendungsfragen der Grundfreiheiten ergeben sich nicht aus der neuartigen Übertragungsform, sondern aus den korrespondierenden innovativen Vermögenswerten.
Die Zahlungsverkehrsfreiheit ist auf (Forderungen auf) gesetzliche Zahlungsmittel beschränkt und damit nicht auf Blockchain-basierte Assets anzuwenden.
Für eine Klassifizierung als „Kapital“ spricht der bewusst entwicklungsoffene Kapitalbegriff und die momentan dominierende Kapitalanlagefunktion von Bitcoin & Co.
Für eine Klassifizierung als „Ware“ spricht die EuGH-Rechtsprechung zur Abgrenzung der Kapital- von der Warenverkehrsfreiheit bei Bargeld und Edelmetallen. Dagegen die fehlende Körperlichkeit.
Die europarechtliche Einordnung kann Auswirkungen auf die Regulation von mit solchen Vermögenswerten verbundenen (Finanz-)Dienstleistungen haben.

Ausblick

Unabhängig davon, welche Grundfreiheit letztendlich einschlägig ist, besteht ein Eingriffsverbot. Fraglich ist, welche Eingriffe den Zufluss, Abfluss oder Durchfluss von Kryptowährungen beeinträchtigen könnten.

Bedingt durch fehlende staatliche Eingriffsmöglichkeiten in die Blockchain-Technologie selbst, kommen hier nur Beschränkungen im Dienstleistungssektor in Betracht. So könnten potentielle Ein- oder Ausfuhrbeschränkungen, durch eine entsprechende Regulierung von Krypto-Dienstleistungen erzielt werden.

Fraglich ist, ob Dienstleister die sich mit „virtuellen Währungen“ beschäftigen unter die besonderen europarechtlichen Bestimmungen für Finanzdienstleister fallen. Wenn dies zu bejahen ist, würden sich derartige Dienstleistungen lediglich in ein bestehendes und europarechtlich erprobtes Regelungskorsett einreihen. Falls nicht, wäre zu prüfen, inwieweit vorhandene Regulierungswerke auf die neuen digitalen Sachverhalte angewandt werden können. Dabei müsste die Regulierung den gemäßigteren Schrankenregelungen der Dienstleistungsfreiheit genügen und gleichzeitig wichtige Gefahrenpotentiale eindämmen können. Von letzterem bieten Blockchain-basierte Assets insbesondere im Bereich Steuerhinterziehung und Geldwäsche genauso großes Potential wie ihre Vorteile.

Dies wurde von den Regulatoren erkannt und laut verkündet, jedoch scheuen die zuständigen Behörden eine klare Positionierung. So sind insbesondere in Deutschland offizielle Stellungnahmen mit konkreten Rahmenwerken für Rechtsanwender längst überfällig. Auch im europarechtlichen Kontext fehlt es an entsprechenden Leitplanken.

Wünschenswert wäre ein konkreter Entscheidungsleitfaden, wie ihn beispielsweise die SEC zur rechtlichen Beurteilung von neu geschaffenen Tokens einsetzt.[37]

Ferner sollte die Beurteilung wertneutral und eigenschaftsorientiert ausfallen. Die bisher von diversen Behörden publizierten Stellungnahmen sind getränkt in Werturteilen und spiegeln subjektive Meinungsbilder – zumeist von Einzelpersonen – wieder.

Die Beteiligten sollten sich demnach den Schlussantrag der Generalanwältin Kokott im EuGH-Verfahren C-264/14 zu Herzen nehmen. Diese führte als Antwort auf die Stellungnahme der deutschen Bundesregierung über das mögliche Gefahrenpotential von Bitcoins an, dass es für eine rein umsatzsteuerrechtliche Qualifizierung unerheblich ist, ob es sich um ein „gutes“ oder „schlechtes“ Zahlungsmittel handle.

Klaus Himmer ist Geschäftsführer und Mitgründer der 21 Consulting GmbH sowie Ass. Manager im Financial Services Tax bei einer großen Wirtschaftsprüfungsgesellschaft in München (klaus.himmer@21consult.de).

[1] In Teilen der Literatur wird der Terminus „Bitcoin“ sowohl für die Kryptowährung, als auch für das zu Grunde liegende Transaktionssystem verwendet. Hier wird klar zwischen Bitcoin als digitales Asset und der Bitcoin-Blockchain als Transaktionsmedium unterschieden.

[2] Vgl. Nakamoto, Satoshi, Bitcoin: A Peer-to-Peer Electronic Cash System, 2008, abrufbar unter: https://bitcoin.org/bitcoin.pdf (abgerufen am 21.12.2017), S. 1ff.; Es ist bis heute unklar, welche Person(en) sich hinter diesem Pseudonym verstecke.

[3] Vgl. Blundell-Wignall, The Bitcoin Question: currency versus Trustless transfertechnology, OECD working papers on Finance, Insurance and Private Pensions (No. 37), 2014, abrufbar unter: dx.doi.org/10.1787/5jz2pwjd9t20-en (abgerufen am 4.12.2017), S. 7.

[4] Vgl. Spindler/Bille, Rechtsprobleme von Bitcoins als virtuelle Währung, in: Zeitschrift für Wirtschafts- und Bankrecht, 2014, 1357, 1360.

[5] Vgl. European Central Bank, Virtual Currency Schemes, 2012, abrufbar unter: https://www.ecb.europa.eu/pub/pdf/other/virtualcurrencyschemes201210en.pdf (abgerufen am 21.12.2017), S. 33f.; European Banking Authority, Warning to consumers on virtual currencies, 2013, abrufbar unter: https://www.eba.europa.eu/documents/10180/598344/EBA+Warning+on+Virtual+Currencies.pdf (abgerufen am 21.12.2017).

[6] Vgl. Pache, in: Schulze/Zuleeg/Kadelbach, Europarecht: Handbuch für die deutsche Rechtspraxis, § 10, Rn. 10ff.

[7] Vgl. EuGH, U. v. 26.09.2000, Slg. 2000, I-7587, Rn. 16.

[8] Vgl. Cap, in: Strahringer, Open Source – Konzepte, Risiken, Trends, S. 85.

[9] Allerdings bestehen zivilrechtliche Zweifel ob Eigentum an Blockchain-basierten Assets erworben werden kann.

[10] Diese könnten in Zukunft auch Maschinen sein.

[11] Vgl. Harz, Die Schutzklauseln des Kapital- und Zahlungsverkehrs im EWG-Vertrag, 1985, S. 17.

[12] Vgl. Ress/Ukrow, in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union: EUV/AEUV, Art. 73b EGV, Rn. 8; Stoller, in Smit/Herzog, The Law of the European Economic Community Art. 67, Anm. 3.

[13] Vgl. Müller, Kapitalverkehrsfreiheit in der Europäischen Union. Bedeutung, Inhalt und Umfang, Weiterentwicklung, Auswirkung auf Völkerrecht und nationales Recht, 2000, S. 84.

[14] Vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 23.

[15] Vgl. Everling, in: Wohlfahrt/Everling/Glaesner/u.a., Die Europäische Wirtschaftsgemeinschaft: Kommentar zum Vertrag, Art. 67, Anm. 2; Vgl. Borchardt, Die rechtlichen Grundlagen der Europäischen Union, 2015, § 11, C.I.; Eckhoff, in: Bleckmann, Das Recht der Europäischen Union und der Europäischen Gemeinschaften, Rn. 1702; Ipsen, Europäisches Gemeinschaftsrecht, 1972, S. 620; Ress/Ukrow, in: Grabitz/Hilf/Nettesheim, Das Recht der Europäischen Union: EUV/AEUV, Art. 73b EGV, § 14, Rn. 9.

[16] Vgl. Freitag, EWS, Mitgliedstaatliche Beschränkungen des Kapitalverkehrs und Europäisches Gemeinschaftsrecht, in: Europäisches Wirtschafts- und Steuerrecht, 1997, S. 186f.; Honrath, Umfang und Grenzen der Freiheit des Kapitalverkehrs: Die Möglichkeiten zur Einführung einer Devisenzwangsbewirtschaftung in der Europäischen Union, 1998, S. 40; Müller, Kapitalverkehrsfreiheit in der Europäischen Union. Bedeutung, Inhalt und Umfang, Weiterentwicklung, Auswirkung auf Völkerrecht und nationales Recht, 2000, S. 157.

[17] Vgl. Frenz, Handbuch Europarecht, Band 1: Europäische Grundfreiheiten § 5, 2012, Rn. 2739f.

[18] Vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 25.

[19] Ebenda, Rn. 60.

[20] Vgl. Frenz, Handbuch Europarecht, Band 1: Europäische Grundfreiheiten § 5, 2012, Rn. 2789.

[21] Von einer Prüfung der Zahlungsverkehrsfreiheit ist abzusehen, da sie (i) nach h.M. nur für (Forderungen auf) gesetzliche Zahlungsmittel gilt und (ii) in der Regel nur in Verbindung mit einer weiteren Grundfreiheit einschlägig ist; vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 302ff.

[22] Anzuführen sind die potentiell niedrigen Transaktionsgebühren, die durch Skalierungsprobleme aktuell unverhältnismäßig hoch ausfallen.

[23] Vgl. Käller, in: Schwarze, EU-Kommentar, Art. 11 AEUV, Rn. 18.

[24] Vgl. EuGH, U. v. 15.07.1964, Slg. 1964, 1251, 1274ff.; EuGH, U. v. 27.04.1994, Slg. 1994, I-1477, Rn. 27ff.; EuGH, U. v. 02.04.1998, Slg. 1998, I-1777, Rn. 18ff.

[25] Vgl. Schliesky, Öffentliches Wirtschaftsrecht, 2014, S. 28.

[26] Vgl. EuGH, U. v. 23.11.1978, Slg. 1978, 2247, Rn. 27f.; EuGH, U. v. 23.02.1995, C-358/93, Slg. 1995, I-361, 383, Rn. 12.

[27] Vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 72.

[28] Ebenda, Rn. 77.

[29] Vgl. Glaesner, in: Schwarze, Art. 63 AEUV, Rn. 10.

[30] Vgl. Piska, Kryptowährungen und ihr Rechtscharakter – eine Suche im Bermuda-Dreieck, 2017, 632, 635.

[31] Vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 131.

[32] Abgesehen von unorganisierten OTC Geschäften zwischen Privatpersonen.

[33] Dezentralisierte Börsen sind genau genommen programmierte „Smart Contracts“, die automatisiert Börsendienstleistungen ermöglichen, vgl. https://www.etherdelta.com.

[34] Vgl. Ohler, Europäische Kapital- und Zahlungsverkehrsfreiheit: Kommentar zu den Artikeln 56 bis 60 EGV, der Geldwäscherichtlinie und Überweisungsrichtlinie Art. 56 EGV, 2002, Rn. 137ff.

[35] Vgl. EuGH, U. v. 09.07.1997, Slg. 1997, I-3899, Rn. 9f.

[36] Vgl. Weber, EuZW, Kapitalverkehr und Kapitalmärkte im Vertrag über die Europäische Union, in: Europäische Zeitschrift für Wirtschaftsrecht, 1992, 561, 565.

[37] Vgl. Securities and Exchange Commission, Release No. 81207: Report of Investigation Pursuant to Section 21(a) of the Securities Exchange Act of 1934: The DAO, 2017, abrufbar unter: https://www.sec.gov/litigation/investreport/34-81207.pdf (abgerufen am 23.12.2017); Der sog. Howey-Test führt Behörden und Rechtanwender auch bei Kryptowährungen im Ergebnis zur entsprechenden Rechtseinordnung und erteilt Gewissheit über die damit verbundenen Rechtsfolgen.

CryptoTax auf Deutsch verfügbar und weitere Updates

CryptoTax auf Deutsch verfügbar und weitere Updates

Wir freuen uns sehr, die neuesten Verbesserungen der CryptoTax App bekanntgeben zu dürfen:

1. CryptoTax App auf Deutsch verfügbar

Die CryptoTax App ist nun auch neben Englisch auch auf Deutsch verfügbar.

2. Transaktionen können gefiltert und sortiert werden

Es besteht nun die Möglichkeit, Ein- und Auszahlungen sowie Trades nach verschiedenen Kriterien zu filtern und zu sortieren. Vor allem bei großen Transaktionsmengen hilft dies enorm bei der Erstellung des Steuerreports.

3. Einzelne Transaktionen können hinzugefügt oder gelöscht werden

Auf Wunsch der Community ist es nun möglich einzelne Transaktionen im User Interface zu erstellen und zu löschen. Diese Erweiterung wird die Bedienbarkeit des Tools spürbar verbessern.

4. Anpassung des CryptoTax Imports auf neue Binance Exportdateien

Da Binance die Struktur ihrer Export-Dateien geändert hat, kam es in den letzten Tagen gehäuft zu Fehlermeldungen beim Import. Wir haben schnell reagiert und unterstützen nun das alte und neue Importformat.

Wir bedanken uns bei unseren Nutzern für die Unterstützung und hoffen ihnen mit der neuen App den Weg zur Steuererklärung ein wenig einfacher und angenehmer zu machen!

Euer CryptoTax Team.

Steuerliche Behandlung von Verlusten bei Kryptowährungen

Steuerliche Behandlung von Verlusten bei Kryptowährungen

Wurden im Jahr 2017 durch die steigenden Kurse meist große Gewinne realisiert, sind in diesem Kalenderjahr viele Steuerpflichtige von Verlusten betroffen. Können Gewinne durch spätere Verluste ausgeglichen werden? Kann verhindert werden, dass Cash-Reserven für die Steuer der Gewinne aus dem Jahre 2017 verbraucht werden? In diesem Kurzartikel geben wir einen Überblick über die Verlustrechnung und zeigen euch einen wertvollen Praxistipp!

Durch die erheblichen Kurschwankungen bei Kryptowährungen wie Bitcoin stellt sich für private Investoren vermehrt die Frage, wie Verluste im Rahmen der Steuererklärung zu behandeln sind. Da viele Steuerpflichtige im Jahre 2017 hohe Gewinne und durch signifikante Kursverluste im Jahre 2018 Verluste generiert haben, ist ein Verständnis über die Verlustrechnung innerhalb der privaten Veräußerungsgeschäfte im Sinne des § 23 EStG essentiell für eine nachhaltige Steueroptimierung. Weiterhin können Liquiditätsengpässe – bedingt durch Steuerzahlungen – oftmals vermieden werden.

Grundsätzlich gilt im Kontext der steuerlichen Verlustrechnung, dass ein Verlust erst eine steuerliche Relevanz erreichen kann, wenn dieser realisiert wurde. Dies kann durch einen Tausch in eine andere Kryptowährung oder in FIAT-Geld etc. vollzogen werden und bedeutet weiterhin, dass reine Kursverluste durch das Halten einer Kryptowährung keine steuerliche Auswirkung haben können.

Berechnung des steuerlichen Veräußerungsergebnisses 

Der Gewinn bzw. Verlust aus dem Handel mit Kryptowährungen wird gemäß § 23 Abs. 3 EStG durch die folgende Formel berechnet:

Veräußerungspreis-Anschaffungskosten-Werbungskosten

=Veräußerungsergebnis

Beispiel:

Tausch von BTC gegen Euro

  • Veräußerungspreis: 5.000,00 EUR
  • Anschaffungskosten: 7.000,00 EUR
  • Werbungskosten: 15,00 EUR

5.000,00 EUR-7.000,00 EUR-15,00 EUR= -2.015,00 EUR

In diesem Beispiel wurde somit ein Verlust i.H.v. 2.015,00 EUR realisiert.

Da die Aufzeichnung der Anschaffungsdaten sowie der korrespondierenden Transaktionskosten für eine steuerliche Verlustfeststellung essenziell sind, kommt der Dokumentation der Transaktionsdaten eine große Bedeutung zu. Allerdings ist eine manuelle Aufarbeitung meist fehleranfällig und daher eine verlässliche automatisierte Steuerlösung zu empfehlen. Mit Hilfe der webbasierten Steuerlösung von CryptoTax kann nach einem automatisierten Datenimport ein Steuerreport erstellt werden, welcher durch die KPMG AG zertifiziert ist und somit immer dem aktuellen Rechtsstand entspricht. Mehr Informationen über das Tool findet ihr hier.

Realisierung der Verluste innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist

Damit ein Verlust steuerlich relevant wird, muss dieser innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist des § 23 EStG realisiert werden. Dies hat den Hintergrund, dass private Veräußerungsgeschäfte (PVG) mit Kryptowährungen nach einem Jahr steuerfrei sind, d.h. werden Kryptowährungen länger als ein Jahr gehalten, sind potentielle Gewinne nicht steuerbar und führen somit nicht zu einer Steuerlast des Verkäufers. Allerdings gilt gleiches für Verluste, sodass der Gesetzgeber eine Verlustrechnung nur zulässt, insofern die Verlustrealisierung innerhalb des einjährigen Spekulationszeitraums stattgefunden hat. Somit kann es im Einzelfall günstig sein, Verluste noch innerhalb der Jahresfrist zu realisieren um damit historische oder zukünftige Veräußerungsgewinne auszugleichen. Dies sollte natürlich nur unter Beachtung aller mit der Veräußerung einhergehenden wirtschaftlichen Gesichtspunkten durchgeführt werden. Sollte eine Verlustrealisierung nur aus steuerlichen Beweggründen vorgenommen werden und z.B. gleich nach Realisierung wieder in die Ursprungswährung getauscht werden, birgt dies das Risiko von der Finanzverwaltung nicht anerkannt zu werden. Daher ist darauf zu achten, dass mit der verlustrealisierenden Transaktion in jedem Fall ein wirtschaftlicher Aspekt einhergeht. Durch die hohe Volatilität von Kryptowährungen und das damit einhergehende wirtschaftliche Risiko, sollte dies bereits vorliegen, wenn zwischen der Veräußerung und Reinvestition mehrere Stunden oder wenige Tage liegen. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass Verluste für steuerliche Zwecke nur dann relevant sind, wenn diese innerhalb der einjährigen Spekulationsfrist realisiert wurden und der Realisierungsvorgang nicht ausschließlich steuerlichen Zwecken diente.

Verlustverrechnung

Wie die vorstehenden Ausführungen zeigen, können Verluste aus dem Handel mit Kryptowährungen nur mit gleichartigen Gewinnen aus PVG im Sinne des § 23 EStG ausgeglichen werden. Werden weitere Einkünfte aus nicht selbstständiger Arbeit, Kapitalvermögen oder Vermietung & Verpachtung etc. erzielt, können Verluste aus PVG diese nicht mindern. Eine Verlustverrechnung ist ausschließlich innerhalb des § 23 EStG denkbar. Somit können Verluste aus der Veräußerung von Kryptowährungen auch Gewinne aus dem Verkauf von Grundstücken, Edelmetallen oder Fremdwährungen ausgleichen.

Verlustvortrag und -rücktrag

Verluste, die der Steuerpflichtige innerhalb der Jahresfrist realisiert, können neben den Gewinnen derselben Periode – der steuerliche Veranlagungszeitraum entspricht dem Kalenderjahr – Gewinne der vorherigen oder der folgenden Perioden mindern. Steuerlich kann der Verlust somit vor- oder zurückgetragen werden. Der Verlustrücktrag ist dabei auf das vorangegangene Jahr der Verlustrealisierung beschränkt. Ein Verlustvortrag kann hingegen unbeschränkt in der Zukunft genutzt werden.

Werden Verluste zurückgetragen, verringert dies das zu versteuernde Einkommen des vorangegangenen Steuerjahres, da die Gewinne aus PVG gemäß § 23 EStG retrospektiv gemindert werden. Der Bescheid des jeweiligen Jahres wird angepasst und der Steuerpflichtige hat ggf. Forderung gegenüber dem Finanzamt resp. erhält eine Erstattung der zu viel entrichteten Steuer.

Praxistipp

Wurden innerhalb des Kalenderjahres 2017 Gewinne und innerhalb des Kalenderjahres 2018 Verluste erzielt, kann der Steuerpflichtige die Verluste von 2018 in das Jahr 2017 zurücktragen. Für eine transparente Auflistung der jeweiligen Gewinne und Verluste kann dabei das zertifizierte Tool von CryptoTax verwendet werden.

Die Einkommensteuererklärung für das Jahr 2017 kann dabei so spät wie möglich, und für das Jahr 2018 so früh wie möglich abgegeben werden. Die Intention dahinter ist, dass die Bescheide beinahe zeitgleich erlassen werden, um somit die FIAT Liquidität möglichst hoch zu halten. Die Verbindlichkeit gegenüber dem Finanzamt durch die Besteuerung der Gewinne aus dem Jahre 2017 kann dabei durch die Forderung aus dem Verlustrücktrag des Jahres 2018 ausgeglichen werden. Werden die Bescheide zeitgleich bearbeitet, kann weiterhin durch Kommunikation mit dem Finanzamt der Verlustrücktrag direkt angewendet werden.

Grundsätzlich endete die Frist für die Steuererklärung für das Kalenderjahr 2017 am 31.05.2018. Wird die Erklärung in Zusammenarbeit mit einem Steuerberater erstellt, verlängert sich die Frist automatisch auf den 31.12.2018. Es kann jedoch ohne einen Berater eine Verlängerung beim Finanzamt beantragt werden. Wird die Erklärung für das Kalenderjahr 2017 somit am Ende des Jahres abgegeben, und die Erklärung für 2018 am Anfang des Folgejahres, kann die Verrechnung der Gewinne und Verluste theoretisch direkt erfolgen bzw. ein möglicher Liquiditätsengpass auf wenige Monate begrenzen lassen.

Ein schlechtes Timing der Abgabe der Steuererklärungen kann hingegen dazu führen, dass der Steuerpflichtige für die in 2017 erzielten Gewinne Steuer entrichten muss, welche ihm nie in Euro zugeflossen ist. Die Kursrückgänge in 2018 könnten darüber hinaus dazu führen, dass selbst eine Liquidation der offenen Positionen nicht für ausreichend Steuerliquidität sorgen kann. Eine mögliche Steuererstattung aus einem Verlustrücktrag wäre dann erst nach mehreren Monaten denkbar, insofern die Verluste rechtzeitig realisiert worden sind.

Im Zweifel sollte ein Steuerberater zu Rate gezogen werden. Für eine Vermittlung an ausgewählte Experten im Bereich der Besteuerung von Blockchain-basierten Vermögenswerte aus dem CryptoTax Partnernetzwerk stehen wir gerne unter contact@cryptotax.io zur Verfügung.

Image: „Bitcoin price drop“ by descryptive.com, used under CC BY / Hue changed from original

CryptoTax Wiki

CryptoTax Wiki

Wir laden Euch herzlichst ein unsere neue Wiki-Seite zu erkunden, wo Ihr folgende Informationen findet:

  • FAQ: Antworten auf häufig gestellte Fragen rund um CryptoTax
  • Benutzerhandbuch: Erklärungen zu den Funktionen der CryptoTax Webapplikation
  • Wissensdatenbank: Aufsätze, Artikel und News zur steuerlichen Behandlung von Kryptoassets in Deutschland

Euer CryptoTax Team

Kooperation mit Rechtsanwaltskanzlei CLLB

Kooperation mit Rechtsanwaltskanzlei CLLB

Aufgrund der Komplexität bei der Erfüllung der finanzrechtlichen Aufzeichungspflichten beim Handel mit Cryptocurrencies und Einnahmen aus Staking, Mining und Airdrops, hat die steuerrechtliche Abteilung bei CLLB Rechtsanwälte und CryptoTax nunmehr beschlossen, eine Kooperation einzugehen.

Cryptotax.io bietet eine Tax Reporting Lösungen für Krypto-Investoren an. Durch die automatisierte Webapplikation www.cryptotax.io können private Investoren ihre Steuerunterlagen erstellen lassen. Neben der steuerlichen Aufbereitung von Transaktionen mit Kryptowährungen vermittelt CryptoTax an erfahrene Steuer- und Rechtsberater im Bereich Blockchain-basierter Vermögenswerte.

„Durch unsere automatisierte Webapplikation können sämtliche Transaktionsdaten für steuerliche Zwecke aufbereitet werden. Jedoch bedingt die Komplexität der steuerlichen Erfassung von Kryptowährungen im Einzelfall oftmals eine weitergehende Rechts- und Steuerberatung. Mit der in München und Berlin vertretenen Rechtsanwaltskanzlei CLLB können wir auf einen Experten im Bereich digitaler Währungen verweisen“, erläutert Klaus Himmer, CEO & Co-Founder von CryptoTax.

„Die Aufbereitung der Transaktionsdaten stellt für unsere Mandanten eine große Hilfestellung bei der Bearbeitung steuerrechtlicher Themen im Bereich der Kryptowährungen dar“, erklärt Rechtsanwalt István Cocron, der den Bereich Crypto und ICO bei der Kanzlei CLLB leitet.

„Wir sind daher froh, in www.cryptotax.io einen Partner gefunden zu haben, der unsere Mandanten bei der Aufarbeitung ihrer steuerlichen Fragen im Bereich Kryptowährungen unterstützt,“ erklärt Rechtsanwalt Cocron weiter.

CLLB Rechtsanwälte werden den Bereich weiterverfolgen und aktuell berichten. Rechtsanwalt István Cocron steht zudem für weitere Rückfragen gerne zur Verfügung.

We are hiring: Full Stack Developer

We are hiring: Full Stack Developer

We are CryptoTax – our goal is to make filing taxes for cryptocurrency 100x easier.

We are looking for an experienced full-stack dev who wants to make an impact – join a fast moving, well funded startup in the heart of Munich. Don’t speak German? No big deal, we use English in our day to day.

Our Tech Stack

  • Website backend: Java – yes we love the JVM. And we run everything on Amazon Web Services.
  • Frontend: ES6 and React – minimal and easy.
  • We use Jenkins for deployments and Docker is next.

Responsibilities

  • Help us build the #1 cryptocurrency tax filing software in the world.
  • Enjoy what you do, and be willing to teach and learn new technologies.
  • Take full responsibility for a task / feature, from ideation to execution.

Your Profile

  • You have profound experience in Java and Javascript.
  • Experience with relational databases and the usual web development technologies.
  • You don’t think doing frontend is for “others”. You like to craft JavaScript, CSS and bend it to your will.   
  • You have a “You build it, you run it” mentality. AWS, Docker and other DevOps technologies are a plus!
  • You have experience in Agile environments.
  • You have an interest in cryptocurrency/blockchain.

Why work for us

  • Opportunity to grow in a small, fast-paced team. Make an impact!
  • A personal development budget, conferences, books, and all the equipment you need to be productive
  • Work from home as often as you like – and if you feel like company, swing by our conveniently located office in the heart of Munich!
  • Support moving to Germany (e.g. work permit, bank account, apartment, etc.)

Looking good? Does this sound like the perfect job for you? Then do not hesitate and apply today. We are looking forward to receiving your application (CV, Github, relevant projects). Your contact: Dominic Phillips – dom@cryptotax.io – I read and answer all applications personally.

CryptoTax Open Beta ist live

CryptoTax Open Beta ist live

Wir freuen uns sehr den Launch der CryptoTax Open Beta bekannt zu geben. Investoren, Trader und Nutzer von  Kryptowährungen können nun endlich zertifizierte Steuerdokumente nach deutschem Steuerrecht erstellten.

Hauptfeatures

1.Verlinkung von Ein- und Auszahlungen zwischen Accounts

Um von der einjährigen Spekulationsfrist in Deutschland zu profitieren, müssen Investoren gegenüber dem Finanzamt den ursprünglichen Zeitpunkt der Anschaffung nachweisen. Dies ist eine große Herausforderung für viele Krypto-Benutzer, da sie häufig Assets zwischen Accounts, Börsen und Wallets übertragen und somit die Schwierigkeit haben, die ursprünglichen Anschaffungsdaten zu ermitteln bzw. rechtskonform zu übertragen. Mit unserem Tool kann man Ein- und Auszahlungen problemlos über mehrere Accounts hinweg verbinden und die historischen Anschaffungsdaten automatisch zwischen Account-basierten FIFO-Ketten übertragen. Diese Funktion wird unseren Nutzern dabei helfen, von der einjährigen Spekulationsfrist zu profitieren und gleichzeitig den Regelungen des Steuerrechts Sorge zu tragen.

2. Berücksichtigung von Airdrops, ICOs, Hard Forks, OTC-Handel, Lending und Staking

Unsere Nutzer können Airdrops, ICOs, Hard Forks, OTC Handel, Lending und Staking bequem in ihrem Steuerbericht berücksichtigen, ohne sich Gedanken über die Steuerklassifizierung machen zu müssen. Unsere Applikation wendet automatisch die korrekte Steuerlogik für jede Transaktion an, die als einer der oben genannten Sonderfälle markiert wurde. Für Einnahmen aus Mining und Masternodes wird es bald ebenfalls eine Klassifizierung geben.

3. Datenimport

Zum Start der Open Beta werden folgende Quellen für den Datenimport unterstützt:

  • CSV Import Kraken
  • CSV Import Poloniex,
  • CSV/XLS  Import Binance
  • CSV Import Bitcoin.de
  • Generischer CSV & XLS Import für alle anderen Quellen

Wir sind uns der Notwendigkeit weiterer Integrationsoptionen bewusst und arbeiten intensiv an der Implementierung zusätzlicher Datenquellen und API-Importe. In der Zwischenzeit können die Benutzer den generischen Import verwenden, um alle steuerrelevanten Transaktionen aus verschiedenen Quellen in ihrem Bericht zu berücksichtigen.

4. KPMG-zertifizierte Steuerlogik und Compliance

Um die Einhaltung der Vorgaben des deutschen Steuerrechts bei der Erstellung der Reports konsequent zu gewährleisten, arbeiten wir eng mit der KPMG AG zusammen. Unsere Steuerlogik wurde in Zusammenarbeit mit dieser entwickelt und zertifiziert. Somit enthalten unsere Steuerreports alle relevanten Steuerunterlagen.

Registrierung

Registriere Dich und starte die Anwendung hier.

Um einen Steuerreport zu erstellen, brauchst Du eine Lizenz. Diese wird im Rahmen von Open Beta zu einem reduzierten Preis von 99 EUR, anstelle von 199 EUR pro Steuerjahr angeboten.

Wir hoffen, dass wir Dich dabei unterstützen können, die Steuererklärung für Kryptowährungen so einfach und schmerzlos wie möglich zu erstellen und freuen uns darauf, Dich an Bord begrüßen zu dürfen!

Vielen Dank für Deine Unterstützung!

Dein CryptoTax-Team.

CryptoTax startet Kooperation mit der Kanzlei Winheller

CryptoTax startet Kooperation mit der Kanzlei Winheller

Die steuerliche Behandlung Blockchain-basierter Vermögenswerte, wie z.B. Bitcoin oder IOTA, ist weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene abschließend geklärt und stellt damit viele Nutzer vor große Herausforderungen. Durch ihre Kooperation wollen der Softwareanbieter CryptoTax und die Kanzlei WINHELLER die Prozesse für gewerbliche sowie private Mandanten zukünftig vereinfachen und eine rechtssichere Gestaltung gewährleisten.

Die Steuerregelungen rund um Kryptowährungen sind sehr komplex. Neben Tauschgeschäften entstehen ständig neue Krypto-Einkunftsquellen, die bei Investoren aufgrund attraktiver Renditechancen an Interesse gewinnen. Dazu gehören Einkünfte aus Mining, Staking oder auch der Betrieb von Masternodes. Bedingt durch die komplizierte Steuerstruktur mancher Krypto-Assets und die Diversität der technischen Ausgestaltungsformen, ist die Hinzunahme eines Steuerberaters oder einer qualifizierten Kanzlei oft unerlässlich.

,,Gerade in komplexen Fällen brauchen Krypto-Investoren einen Berater, der ihnen den Weg weist. Auch wenn der Gesetzgeber für die Besteuerung von Kryptowährungen keine eigenständigen Regelungen vorsieht, reichen die bestehenden Steuergesetze aus, um Steuerpflichtige bei Fehlern zu bestrafen. Unsere Steuerberater und Fachanwälte für Steuerrecht sind den Nutzern von CryptoTax bei schwierigen Steuerfragen daher gern behilflich.“, erklärt Managing Partner Stefan Winheller.

CryptoTax hat es sich neben der steuerlichen Aufbereitung von Transaktionen mit Kryptowährungen zur Aufgabe gemacht, Nutzern den Weg zu erfahrenen Steuer- und Rechtsberatern zu eröffnen. Durch die Kooperation mit WINHELLER kann CryptoTax seine Kunden auf eine in Deutschland führende Kanzlei im Bereich kryptografischer Währungen verweisen. Durch die Aufbereitung der steuerlichen Daten durch den Softwareanbieter können die Besteuerungsgrundlagen effizient und auf höchstem Niveau verarbeitet werden.

„Mit Hilfe unserer automatisierten Softwarelösung können wir sämtliche Transaktionsdaten für steuerliche Zwecke aufbereiten. Jedoch bedingt die Komplexität der steuerlichen Erfassung von Kryptowährungen im Einzelfall oftmals eine weitergehende Rechts- und Steuerberatung. Wir freuen uns, mit WINHELLER einen Sparringspartner gefunden zu haben, der neben fachlicher Expertise mit einschlägigem technischen Fachwissen überzeugen kann.“, erläutert Klaus Himmer, CEO & Co-Founder von CryptoTax.

Die Software wird in wenigen Wochen für alle Nutzer zur Verfügung stehen. Detaillierte Informationen zum Launch sind auf www.cryptotax.io zu finden. Die Vermittlung an erfahrene Steuer- und Rechtsberater ist bereits jetzt über contact@cryptotax.io möglich und wird zeitnah in das Steuertool implementiert.

Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an:
Herrn Florian Demmler, Leiter Unternehmenskommunikation, WINHELLER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH, Tower 185, Friedrich-Ebert-Anlage 35-37, 60327 Frankfurt am Main, +49 69 76 75 77 80, f.demmler@winheller.com

Herrn Jan Messmer, Business Analyst, 21 Consulting GmbH, Spretistraße 17, 85057 Ingolstadt, +49 173 6157588, jan.messmer@cryptotax.io

Über WINHELLER Rechtsanwälte & Steuerberater: Die WINHELLER Rechtsanwaltsgesellschaft mbH zählt national wie international zu den führenden Adressen im Gemeinnützigkeitsrecht sowie im Recht Kryptographischer Währungen. Weitere zentrale Beratungsgebiete sind das Bank- und Kapitalmarktrecht, Datenschutzrecht, M&A, Wirtschafts- sowie Steuerrecht und die Steuerberatung. Neben ihrem Hauptsitz im Tower 185 im Frankfurter Europaviertel unterhält die Kanzlei Besprechungsräume in Berlin, Hamburg, München und Karlsruhe. Näheres entnehmen Sie unter anderem den Einträgen in den aktuellen Auflagen der beiden führenden Anwaltshandbücher „JUVE Handbuch Wirtschaftskanzleien“ sowie „Legal 500 Deutschland“. Die Kanzlei ist Mitglied der International Society of Primerus Law Firms, einem weltweiten Netzwerk von über 200 Boutique-Anwalts- und Steuerkanzleien.

Über CryptoTax: CryptoTax ist eine Marke der 21 Consulting GmbH. Ziel des Münchner Legal-Tech Start-Ups ist es, private und institutionelle Krypto-Investoren bei der Erfüllung ihrer steuerlichen Deklarationsverpflichtungen zu unterstützen. Hierfür werden Tax Reporting Lösungen im B2C und B2B Segment angeboten. Private Investoren werden an die Hand genommen und können ihre Steuerunterlagen automatisiert über die Webapplikation www.cryptotax.io erstellen. Krypto-Finanzdienstleister, die ihren Kunden länderspezifische Steuerreports anbieten möchten, können auf einen Outsourcing-Dienst zurückgreifen. Eine konstante Compliance mit dem aktuellen Rechtsstand wird durch eine Big 4 Zertifizierung sichergestellt.

Open Beta der CryptoTax App startet am 08.06.2018

Open Beta der CryptoTax App startet am 08.06.2018

Wir freuen uns sehr den Start der Open Beta unserer CryptoTax App zum 08.06.2018 bekannt zu geben. In der Open Beta kann die App bereits im vollen Funktionsumfang genutzt und die zertifizierten Steuerdokumente nach deutschem Steuerrecht erstellt werden. Der Funktionsumfang beinhaltet:

  • Berechnung der steuerlichen Bemessungsgrundlage unter Anwendung der von der KPMG AG zertifizierten Steuerlogik
  • Steuerliche Berücksichtigung von Fees
  • Verlinkung von Ein- und Auszahlungen zwischen verschiedenen Accounts
  • Steuerliche Berücksichtigung von: Airdrops, ICOs, Hard Forks, OTC Handel, Lending und Staking
  • Erstellung von allen steuerrelevanten Dokumenten nach deutschem Steuerrecht

Zum Start der Open Beta werden folgende Quellen für den Datenimport unterstützt:

  • CSV Import Kraken
  • CSV Import Poloniex,
  • CSV/XLS  Import Binance
  • CSV Import Bitcoin.de
  • Generischer CSV & XLS Import für alle anderen Quellen

Weitere Datenquellen und API Imports werden Schritt für Schritt implementiert.

Im Rahmen der Open Beta kann unser Tax Reporting Service zu einem vergünstigten Preis von EUR 99, anstatt EUR 199 pro Steuerjahr erworben werden.

Zur Applikation gelangt ihr hier. Die Anmeldung wird ab dem 08.06.2018 möglich sein.

Vielen Dank für die Unterstützung in den letzten Wochen und Monaten. Wir hoffen mit unserem Tool endlich eine professionelle Steuerlösung für Crypto-Enthusiasten in Deutschland geschaffen zu haben.

Euer CryptoTax Team.