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+++ BREAKING NEWS – Ertragsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel nach Anfrage beim Bundesfinanzministerium weiter unklar +++

+++ BREAKING NEWS – Ertragsteuerliche Behandlung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel nach Anfrage beim Bundesfinanzministerium weiter unklar +++

Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat am 27. Februar 2018 ein Schreiben bezüglich der umsatzsteuerlichen Behandlung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen veröffentlicht. Wir haben dazu auch einen ausführlichen Artikel verfasst, diesen findet ihr hier. Offensichtlich hat dieses BMF Schreiben bei einigen Investoren und sogar Medienvertretern für Unklarheiten gesorgt. Es heißt darin nämlich unter dem Gliederungspunkt „Die Verwendung von Bitcoin als Entgelt“ im Wortlaut:

„Die Verwendung von Bitcoin wird der Verwendung von konventionellen Zahlungsmitteln gleichgesetzt, soweit sie keinem anderen Zweck als dem eines reinen Zahlungsmittels dienen. Die Hingabe von Bitcoin zur bloßen Entgeltentrichtung ist somit nicht steuerbar.“

Diese Formulierung wurde von vielen Lesern so interpretiert, dass die Verwendung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel von der Ertragsteuer befreit ist. Das würde bedeuten, dass der Kursgewinn der bei der Verwendung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen entsteht (auch wenn man diese vor Ablauf der Jahresfrist als Zahlungsmittel verwendet) nicht versteuert werden müsste. Da es in dem BMF Schreiben vom 27. Februar 2018 jedoch ausschließlich um die umsatzsteuerliche Behandlung geht, ist diese Annahme nicht zutreffend. Das wurde uns auch nochmal von Seiten des BMF am 1. März 2018 telefonisch bestätigt.

Um nun trotzdem eine Aussage zu bekommen, wie sich die Verwendung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel ertragsteuerlich verhält, haben wir zu diesem Sachverhalt eine schriftliche Anfrage an das BMF gestellt. Am 2. März 2018 haben wir daraufhin folgende Antwort erhalten:

Die ertragsteuerliche Beurteilung des vorgetragenen Sachverhalts wird derzeit mit den obersten Finanzbehörden der Länder erörtert. Die Erörterungen sind noch nicht abgeschlossen.

Damit steht fest: Die Frage, wie die Nutzung von Bitcoin und anderen Kryptowährungen als Zahlungsmittel ertragsteuerlich behandelt wird, bleibt weiter offen. Sobald es neue Informationen zu diesem Thema gibt werden wir euch natürlich umgehend auf unserer Website informieren.

Wenn ihr solche News in Zukunft nicht verpassen wollt meldet euch gerne auf unserer Startseite für unseren Newsletter an.

Die enthaltenen Informationen in diesen Artikel dienen allgemeinen Informationszwecken und beziehen sich nicht auf die spezielle Situation einer Einzelperson oder einer juristischen Person. Sie stellen keine betriebswirtschaftliche, rechtliche oder steuerliche Beratung dar. Im konkreten Einzelfall kann der vorliegende Inhalt keine individuelle Beratung durch fachkundige Personen ersetzen.

Picture credits: Tibor Duris / Shutterstock.com

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